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18.01.2005

17:04 Uhr

Düsseldorfer Regionalligist hofft auf Geldregen von 300 000 Euro

Härtetest für die LTU-Arena

VonMarc Renner und Roland Schweins (Handelsblatt.com)

Vorhang auf für das nächste Vorzeige-Bauwerk in der deutsche Stadionlandschaft: Mit dem Fußball-Freundschaftsspiel Fortuna Düsseldorf gegen Bayern München wird heute Abend die 51 500 - bei Konzerten bis zu 65 000 - Zuschauer fassende LTU-Arena in Düsseldorf eingeweiht. Die Fans hoffen auf eine spannende Partie - doch für die Multifunktionsarena Düsseldorf Betriebs-GmbH steht mehr auf dem Spiel: Die ersten großen Events müssen ein Erfolg werden.

Neues Schmuckstück am Rhein: die LTU Arena. Foto: dpa

Neues Schmuckstück am Rhein: die LTU Arena. Foto: dpa

DÜSSELDORF. 18 Veranstaltungen mit etwa 550 000 Besuchern benötigt die Betreibergesellschaft nach Angaben von Geschäftsführer Frank Muench pro Jahr, damit sich das 217 Mill. Euro teure Schmuckstück trägt. Doch die Veranstalter buchen nur, wenn alles funktioniert. "Momentan beäugen uns die Manager regelrecht", sagt Muench. Denn im September zur inoffiziellen Premiere arteten An- und Abreise zum Spiel der Fortuna gegen Union Berlin noch in ein Verkehrschaos aus. Bei einem von zwei Grönemeyer-Konzerten Anfang Januar mussten die Fans wegen technischer Probleme 40 Minuten lang auf den Einlass warten.

Doch Muench ist optimistisch. "Aktuell stehen 16 Großveranstaltungen bei uns in den Büchern", sagt er. Darunter im Sommer die Heimspiele des American-Football-Teams Rhein Fire und zwei Partien des Regionalligisten Fortuna gegen den Wuppertaler SV (12. März) und den FC St. Pauli (8. April). Und er hofft auf mehr. Sein Ziel für 2005: 21 Großevents mit 800 000 Besuchern. Muenchs Rechnung gründet sich auch auf mögliche Zusatzkonzerte - etwa von Publikumsmagnet Marius Müller-Westernhagen, der am 2. Dezember in der Arena spielt. Auch die Fortuna kann sich weitere Auftritte in der Arena vorstellen. "Wir verhandeln derzeit mit der Betreibergesellschaft", sagt der Finanzchef des Vereins, Werner Sesterhenn. Eine Veranstaltung rechnet sich nach Betreiberangaben ab mindestens 20 000 Besuchern.

Ein wichtiger Trumpf Muenchs im Kampf um Veranstaltungen mit Konkurrenten wie der Schalke-Arena oder der Arena Oberhausen: Die LTU-Arena verfügt über eine in Deutschland einzigartige Heizungsanlage: Bei geschlossenem Dach herrschen in der Halle auch im Winter mindestens 15 Grad - Großevents werden damit vom Wetter unabhängig.

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