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17.01.2005

14:36 Uhr

Durchschnittsalter bei 25 Jahren

Brand setzt auf die jungen Wilden

Mit einer gewagten Mischung aus Routiniers und jungen Wilden geht Bundestrainer Heiner Brand die Handball-Weltmeisterschaft in Tunesien (23. Januar bis 6. Februar) an.

HB DORTMUND. In seinem am Montag bekannt gegebenen 16-köpfigen Aufgebot sind nach dem Umbruch und verletzungsbedingten Absagen nur noch fünf Spieler aus dem silbernen Olympia-Team dabei. Das Durchschnittsalter der WM- Mannschaft liegt gerade einmal bei 25 Jahren. Zudem bringt der mit 32 Lenzen älteste Spieler, Steffen Weber aus Kronau-Östringen, kaum internationale Erfahrung ein. Brand wird zur Eröffnung der Titelkämpfe am Samstag (bis 6. Februar) voraussichtlich nur 15 Spieler bei der Internationalen Handball Federation (IHF) melden, um sich im Falle einer Verletzung die Möglichkeit der Nachnominierung offen zu halten.

Ganz große Überraschungen bei der Nominierung blieben auf Grund fehlender Alternativen aus. Vom zuletzt 19 Spieler umfassenden Aufgebot wurden die beiden Magdeburger Christian Sprenger und Christoph Theuerkauf sowie Heiko Grimm (Wallau-Massenheim) nicht mehr berücksichtigt. "Auf Rechtsaußen verfügt Schöne gegenüber seinem Mannschaftskollegen Sprenger über klare Vorteile in punkto Erfahrung. Theuerkauf gefällt mir am Kreis ob seiner Dynamik sehr gut, aber in der Kürze der Vorbereitungszeit konnten wir ihn nicht so schnell in unsere Abläufe einbauen", begründete Brand seine Entscheidung. Gegen Grimm fiel die Entscheidung, da er "in seinem Verein kaum noch Linksaußen spielt. Da habe ich mich mit Blick auf die WM 2007 in Deutschland für Grafenhorst entschieden, der in unserer 5:1-Deckung auch den Part des Vorgezogenen spielen kann."

Nach den verletzungsbedingten Absagen der Leistungsträger Henning Fritz, Markus Baur, Daniel Stephan sowie den Rücktritten von Volker Zerbe, Christian Schwarzer und Stefan Kretzschmar ist der 27-jährige Rechtsaußen Florian Kehrmann (Lemgo) mit 141 Länderspielen der erfahrenste Akteur im Aufgebot des Deutschen Handball-Bundes (DHB). Nur noch der Gummersbacher Frank von Behren (28) mit 124 Länderspielen hat mehr als hundert Einsätze im DHB-Trikot. Mit 59 Berufungen in die ukrainische Nationalmannschaft führt der eingebürgerte Essener Oleg Velyky die insgesamt neun deutschen WM- Debütanten an.

Das erste Spiel bestreitet das Brand-Team am Sonntag (17.00 Uhr live im ZDF) gegen die unbequeme Mannschaft aus Ägypten, die vom ehemaligen Bundesliga-Coach Jörn-Uwe Lommel betreut wird. Zuvor trifft der Europameister am Mittwoch in Rotenburg/Fulda (20.00 Uhr) in einem Testspiel auf Tschechien. Die Generalprobe findet am Donnerstag (20.00 Uhr) in der Berliner Max-Schmeling-Halle ebenfalls gegen Tschechien statt, ehe der DHB-Tross am Freitag von Berlin-Tegel aus über Paris nach Tunesien fliegt.

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