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27.01.2005

22:12 Uhr

Eiseskälte in der Halle

Mit heißem Herzen und kühlem Kopf in die Hauptrunde

Das deutsche Handball-Team hat seine Reifeprüfung bestanden. Gegen den Geheimfavoriten Norwegen machten die Schützlinge von Heiner Brand den vorzeitigen Einzug in die Hauptrunde der Handball-Weltmeisterschaft in Tunesien perfekt.

HB SOUSSE. Dank einer tadellosen Abwehrleistung erkämpfte sich der neu formierte Europameister am Donnerstagabend in Sousse ein 27:27 (15:12) gegen die Skandinavier. Mit einer beinahe makellosen Bilanz von drei Siegen und einem Unentschieden in vier Spielen hat die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand bereits vor ihrem abschließenden Spiel der Vorrundengruppe D am Samstag (14.00 Uhr/ARD live) die Hauptrunde in Nabeul erreicht.

In der erstmals mit 3000 Zuschauern gut besuchten und erneut bitterkalten Olympia-Halle beeindruckte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) mit Courage, Mut und Selbstvertrauen. Bester Werfer war der Essener Oleg Velyky (8/4).

Frank von Behren hatte eindringlich vor der Stärke der Skandinavier gewarnt. "Wenn man sich die erste Sieben anguckt, sind das echte Hochkaräter", urteilte der Gummersbacher. Immerhin verdient mit seinem Clubkollegen Steinar Ege im Tor, den Flensburgern Glenn Solberg und Jonny Jensen, Frode Hagen vom THW Kiel, Preben Vildalen vom Post SV Schwerin sowie Jan Thomas Lauritzen vom TuS N-Lübbecke gleich ein Sextett sein Geld in der Bundesliga. "Man kennt sie alle", meinte Bitter, der zum dritten Mal im Laufe der WM zum Spielbeginn im Tor stand.

Schon deswegen hatte Brand die Norweger zum Gruppenfavoriten erklärt. Immerhin hatte die Skandinavier in der Qualifikation den Olympia-Vierten Ungarn ausgeschaltet, der in Athen die "alte" deutsche Nationalmannschaft geschlagen hatte. "Die haben eine sehr, sehr solide Mannschaft. Die ist sehr gut eingespielt. Und Glenn Solberg ist einer der besten Spielmacher der Welt", befand der Bundestrainer und machte seinen jungen Spielern Mut: "Das ist eine Mannschaft, die zu schlagen ist, wenn wir an unsere Leistungsgrenzen gehen."

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