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19.01.2007

22:01 Uhr

Eishockey DEL

Auch Lions holen die Adler vom Himmel

Primus Adler Mannheim hat sich am 41. Spieltag der DEL bei den Frankfurt Lions 4:6 geschlagen geben müssen und damit drei der vergangenen vier Partien verloren. Verfolger Ingolstadt verkürzte durch ein 1:0 in Krefeld.

Spitzenreiter Adler Mannheim hat seine Schwächephase in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) noch immer nicht überwunden. Zwei Tage nach dem 5:2-Erfolg in Hannover unterlag der Meisterschaftsfavorit am 41. Spieltag bei den Frankfurt Lions mit 4:6 (2:1, 1:4, 1:1), nachdem dubiose Entscheidungen des russischen Schiedsrichters Wjatscheslaw Bulanow am Ende des ersten Drittels zu einem Hagel von Gegenständen auf die Eisfläche geführt hatten. DEL-Debütant Bulanow verhängte im ersten Abschnitt 32 Strafminuten gegen Frankfurt, erkannte ein Tor der Lions zu Unrecht ab und wirkte mit der Leitung des Spiels völlig überfordert.

Mannheim ging damit in drei der vergangenen vier Partien als Verlierer vom Eis, führt trotz der neuerlichen Pleite die Tabelle mit 91 Punkten aber weiter deutlich vor dem ERC Ingolstadt (84) an, der den Rückstand durch ein 1:0 (0:0, 1:0, 0:0) bei den Krefeld Pinguinen auf sieben Zähler verkürzte. Der ERC hat zwei Spiele weniger absolviert als der Spitzenreiter.

Haie führen Scorpions im Schlussdrittel vor

Die DEG Metro Stars eroberten unterdessen im Duell der Tabellennachbarn den dritten Tabellenplatz von den Nürnberg Ice Tigers. Die Düsseldorfer setzten sich bei den Franken, die auch die Kölner Haie vorbeiziehen lassen mussten, 4:3 (0:1, 4:1, 0:1) durch. Die Haie sind nach dem 9:1 (1:0, 1:1, 7:0)-Kantersieg gegen am Ende wehrlose Hannover Scorpions mit 73 Punkten Vierter hinter Mannheim (91), Ingolstadt (84) und der DEG (74).

Titelverteidiger Eisbären Berlin (66) liegt nach dem 2:1 (1:1, 0:0, 1:0) bei den Augsburger Panthern auf dem sechsten Rang hinter Nürnberg (72). Die Hamburg Freezers setzten ihre Erfolgsserie auch gegen die Iserlohn Roosters fort und feierten schon den siebten Sieg hintereinander. Durch den 3:0 (1:0, 2:0, 0:0)-Erfolg schoben sich die Hanseaten (66) wie die Eisbären und Frankfurt (65) an Hannover (64) vorbei. Die Straubing Tigers gewannen das Kellerduell gegen Schlusslicht Füchse Duisburg nach Verlängerung 5:4 (1:1, 2:1, 1:2, 1:0).

Die Lions erwischten vor 7 000 Zuschauern in Frankfurt einen Blitzstart und lagen schon nach 48 Sekunden durch ein Tor von Jeff Ulmer vorne. Jeff Shantz (11.) und Jason Jaspers (18.) sorgten für die Wende, ehe der Tumult ausbrach. Dass Peter Smrek (19.) eine unberechtigte Spieldauerdisziplinarstrafe kassierte, brachte die Besucher völlig in Rage.

Angestachelte Lions schlagen zurück

Angestachelt von der hitzigen Atmosphäre in der Eishalle am Ratsweg drehten die Lions nach dem 1:3 in Unterzahl durch Francois Bouchard (22.) aber richtig auf. Sebastian Osterloh (23.), Martin Reichel (25.), Thomas Oppenheimer (35.) und Jason Young (39.) stellten das Spiel trotz der vermuteten Benachteiligung innerhalb einer Viertelstunde auf den Kopf. Jaspers zweites Tor (46.) konterte Young in der Schlussminute.

Für Ingolstadt schoss Daniel Tkaczuk (39.) das Tor des Tages im "Nachholspiel". Orkan "Kyrill" hatte am Donnerstag für eine Absage des Spiels in der alten Krefelder Rheinlandhalle gesorgt.

© SID

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