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15.04.2006

20:34 Uhr

Eishockey DEL

Eisbären Berlin ziehen davon

Die Eisbären Berlin sind nur noch einen Sieg von der Meisterschaft in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) entfernt. Im zweiten Finalspiel der "best-of-five"-Serie siegte der Titelverteidiger 2:0 bei den DEG Metro Stars.

Die Eisbären Berlin haben einen großen Schritt in Richtung Titelverteidigung in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gemacht. Im zweiten Finalspiel der "best-of-five"-Serie siegten die Hauptstädter 2:0 (1:0, 1:0, 0:0) bei den DEG Metro Stars und brauchen nur noch einen Sieg, um den Titel perfekt zu machen. Schon am Ostermontag könnten die Eisbären in eigener Halle eine erfolgreiche Titelverteidigung feiern. Spiel eins hatten die Eisbären am vergangenen Donnerstag mit 6:1 für sich entschieden.

Den Düsseldorfern droht dagegen zehn Jahre nach dem achten und bislang letzten Titelgewinn das schnelle Ende aller Meisterträume. Nur mit einem Erfolg am Montag im Wellblechpalast könnte die DEG die Serie verlängern, ein zweites Heimspiel am kommenden Donnerstag erzwingen und damit den Abschied vom alten Eistempel an der Brehmstraße hinauszögern.

Walser und Quint treffen in Überzahl

Vor 10 217 Zuschauern in der ausverkauften Arena sicherten Derrick Walser (4.) und Deron Quint (38.) mit Überzahltoren den Eisbären den neunten Play-off-Sieg in Folge. Die DEG dagegen, die sich in einem dramatischen Halbfinale mit 3:2 Siegen gegen den Erzrivalen Kölner Haie durchgesetzt hatte, kassierte im siebten Heimspiel der Endrunde die erste Niederlage.

Damit gewann im Duell der Trainer zum zweiten Mal der Lehrer gegen den Schüler: DEG-Coach Don Jackson hatte in der vergangenen Saison noch als Assistent von Eisbären-Cheftrainer Pierre Page gearbeitet.

Korrektes Führungstor

Das 167. Play-off-Spiel der DEG, die ohne den nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe gesperrten Peter Ferraro auskommen musste, begann mit einem Aufreger. Als der Düsseldorfer Nationalspieler Alexander Sulzer auf der Strafbank saß, erzielte Walser die Berliner Führung - und die meisten Fans wollten zuvor ein Abseits gesehen haben. Doch die TV-Bilder zeigten, dass dem Torschützen der Puck nicht über die blaue Linie aus dem Angriffsdrittel hinaus gerutscht war.

Für Walser war es bereits das fünfte Play-off-Tor und der dritte Treffer in der Finalserie. Am Donnerstag hatte der Verteidiger bereits die ersten beiden Tore der Berliner erzielt. Die DEG antwortete mit wütenden Angriffen, bereitete Eisbären-Goalie Tomas Pöpperle aber nur selten Probleme. Sogar als Schiedsrichter Roland Aumüller zwei Berliner auf die Strafbank geschickt hatte, konnten die Gastgeber die zweiminütige 5:3-Überzahl nicht zum Ausgleich nutzen.

Düsseldorfs Powerplay verpufft

Die Düsseldorfer Powerplay-Schwäche setzte sich auch im zweiten Drittel fort. Viermal versuchten sich die Gastgeber in Überzahl, ohne jedoch daraus Kapital zu schlagen. Ganz anders die Berliner: Als Thomas Jörg und Todd Reirden in der "Kühlbox" saßen, schlug Quint zu und erzielte das insgesamt fünfte Powerplay-Tor der Eisbären in der Finalserie.

© SID

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