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23.03.2006

21:26 Uhr

Eishockey DEL

Eisbären Berlin ziehen ins Halbfinale ein

Mit einem 4:1-Sieg gegen die Krefeld Pinguine ist der amtierende Meister Eisbären Berlin ins Play-off-Halbfinale der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) eingezogen. Nur noch ein Sieg fehlt den DEG Metro Stars gegen Hamburg.

Der Favorit geriet nicht mehr ins Stolpern und so hat Titelverteidiger Eisbären Berlin als zweites Team nach den Kölner Haien das Play-off-Halbfinale in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) erreicht. Der Vorrunden-Spitzenreiter gewann im Viertelfinal-Play-off das fünfte Spiel der "best-of-seven"-Serie mit 4:1 (0:0, 2:0, 2:1) gegen die Krefeld Pinguine, die nur eines der Duelle für sich entscheiden konnten.

DEG fehlt nur noch ein Sieg

Nur noch je ein Sieg fehlen dem achtmaligen deutschen Meister DEG Metro Stars und dem ERC Ingolstadt zum Vorschlussrundeneinzug. Beide liegen im Play-off-Stand mit 3:2 vorn. Die DEG schlug die Hamburg Freezers 4:3 (1:1, 0:1, 2:1, 1:0) nach Verlängerung, und Ingolstadt gewann ebenfalls daheim 5:0 (2:0, 1:0, 2:0) gegen die Hannover Scorpions. Köln hatte bereits am vergangenen Sonntag die nächste Runde erreicht. Gegen die Nürnberg Ice Tigers war der achtmalige deutsche Meister ungeschlagen mit vier Siegen weitergekommen.

4 500 Zuschauer im Berliner Wellblechpalast mussten 36 Minuten auf das erste Tor warten. Dann erlebten die Fans allerdings einen Doppelschlag, mit dem die Hausherren die Entscheidung zu ihren Gunsten einleiteten.

Für das 1:0 sorgte Micki Dupont, der mit einem verdeckten Schuss Krefelds ansonsten wieder glänzend aufgelegten Torwart Robert Müller keine Chance ließ. Auch für den zweiten Treffer war ein Berliner Verteidiger zuständig. Den Schuss von Deron Quint fälschte Daniel Kunce nur 106 Sekunden nach dem 1:0 unhaltbar für seinen Keeper Müller zum 2:0 ab.

"Nur noch so weiterspielen"

"Jetzt müssen wir nur noch so weiterspielen, dann sind wir im Halbfinale", befand Eisbären-Stürmer Florian Busch angesichts der Torriecher seiner Abwehrreihen bereits in der letzten Pause. Im Schlussdrittel legte Steve Walker (49.) auf Vorlage von Stefan Ustorf zum 3:0 nach. Die Pinguine konnten durch Dave Tomlinson (52.) verkürzen, kassierten aber das 4:1, als Quint in der Schlussminute das leere Tore traf.

Krefelds sportlicher Leiter Franz Fritzmeier gab sich als fairer Verlierer: "Wir müssen eben akzeptieren, dass Berlin sportlich besser war". Der zweimalige deutsche Meister vom Rhein hatte allerdings auch Pech. Schon früh fiel am Donnerstag Herberts Vasiljevs mit einer Bänderdehnung im Kniebereich aus, womit Trainer Teal Fowler nur noch drei Sturmreihen zur Verfügung standen.

"Berlin hat in der Serie besser auf Rückstände reagiert. Wir sind natürlich enttäuscht", sagte Fowler, der die Krefelder nun wie Müller aller Voraussicht nach in Richtung Mannheim verlässt.

Kreutzer sorgt für DEG-Sieg

In Düsseldorf nutzten die Gäste konsequent ihre wenigen Chancen aus. Benoit Gratton (6.), Marc Beaucage (27). und Andrej Nedorost (49.) erzielten die Hamburger Tore. Die im Vorjahr wie die Freezers im Viertelfinale ausgeschiedenen Düsseldorfer hatten vor 3 708 Zuschauern in Tore Vikinstad (16.), Klaus Kathan (44) und Thomas Jörg (47.) ihre Torschützen bis zum 3:3. Den DEG-Siegtreffer markierte Daniel Kreutzer in der sechsten Minute der Overtime.

Keinerlei Probleme hatten Ingolstadts Panther gegen die müde und ideenlos wirkenden Scorpions, die sich ernet zuviele Strafzeiten leisteten. Der letztjährige Pokalsieger steuert dank zwei Treffern von Christoph Höhenleitner und Yannick Seidenberg binnen 37 Sekunden in der achten Minuten sowie weiteren Toren von Sean Tallaire (40.), Florian Keller (49.) und Jason Holland (58.) dem dritten Halbfinaleinzug in Serie entgegen.

© SID

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