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22.01.2006

16:58 Uhr

Eishockey DEL

Ingolstadt dominiert weiter die DEL

Am DEL-Tabellenführer ERC Ingolstadt beißen sich die Gegner auch weiterhin die Zähne aus. Gegen die Mannheimer Adler feierten die Oberbayern durch einen 4:1-Erfolg den fünften Sieg aus den vergangenen sechs Spielen.

Auch der Rekordmeister Adler Mannheim kann die Dominanz des ERC Ingolstadt in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nicht brechen. Die Kurpfälzer mit Ex-Bundestrainer Greg Poss an der Bande mussten sich am 44. Spieltag mit 1:4 (1:1, 0:1, 0:2) dem fünfmaligen Titelträger geschlagen geben und laufen nun erstmals seit Einführung der Play-offs 1981 Gefahr, bereits nach der Vorrunde auszuscheiden. Die Oberbayern hingegen behaupteten mit dem fünften Sieg in den vergangenen sechs Spielen sowie insgesamt 86 Punkten die Tabellenführung.

Nach der vierten Niederlage in den vergangenen fünf Partien liegen die Mannheimer als Tabellenzehnter mit 59 Punkten acht Spiele vor Schluss bereits deutlich hinter der Konkurrenz zurück. "Das ist die bislang schwierigste Saison für uns", gab Manager Marcus Kuhl zu und ergänzte mit Blick auf die zahlreichen verletzten Leistungsträger: "Dieses Jahr hat es uns richtig erwischt." Auch der neue Trainer Poss brachte bislang noch nicht die erhoffte Wende: Von 14 Spielen seit seiner Amtsübernahme am 15. Dezember verloren die Adler acht.

Eisbären verlieren erneut

Die zweite Niederlage hintereinander gegen einen Abstiegskandidaten kassierte Titelverteidiger Eisbären Berlin. Zwei Tage nach dem 3:4 gegen die Augsburger Panther unterlag der Meister auch beim EV Duisburg 3:4 (0:1, 1:0, 2:3). Mit 80 Punkten liegt das Team von Trainer Pierre Page nun wieder sechs Zähler hinter Spitzenreiter Ingolstadt zurück. Auch der Tabellendritte Kölner Haie (79) patzte beim 4:6 (2:1, 1:1, 1:4) bei den Kassel Huskies.

Auf Play-off-Kurs steuern die DEG Metro Stars und die Nürnberg Ice Tigers. Die Düsseldorfer (77) behaupteten trotz einer 1:2 (0:0, 1:1, 0:0, 0:1)-Niederlage nach Penaltyschießen gegen Hannover Platz vier und liegen noch 14 Zähler vor dem Tabellenneunten Krefeld Pinguine. Der Fünfte Nürnberg (76) hatte beim 4:1 (2:0, 2:0, 0:1) gegen die Frankfurt Lions keine Probleme. Die Hessen (65) müssen dagegen weiter um die Teilnahme am Viertelfinale zittern.

Krefeld verlor durch eine 4:5 (0:3, 1:1, 3:1)-Pleite in Augsburg Platz acht an Hannover. Wichtige Punkte im Abstiegskampf fuhren die Iserlohn Roosters durch ein 7:1 (3:0, 2:1, 2:0) gegen die Hamburg Freezers ein.

Jiranek bringt Ingolstadt in Führung

Vor 11 690 Zuschauern in Mannheim brachte Martin Jiranek Ingolstadt in Unterzahl in Führung (2.). Doch bereits 20 Sekunden später glich Nationalspieler Christoph Ullmann aus (3.). Danach hatten die Gastgeber mehr vom Spiel, scheiterten aber immer wieder am starken ERC-Goalie Jimmy Waite. Glenn Goodall (35.), Matt Kinch (57.) und Günter Oswald (60.) besiegelten die Mannheimer Niederlage.

In Duisburg ging der Außenseiter durch Shawn Mcneil in Führung (8.), doch Derek Walser glich für Berlin aus (26.). Anton Bader (42.), Robert Francz (47.) und Michael Waginger (55.) sicherten den Füchsen den ersten Sieg nach fünf Niederlagen. Für Berlin konnten erneut Walser (59.) und Drake Berehowsky (60.) nur noch verkürzen.

In Kassel erhitzte Schiedsrichter Roland Aumüller die Gemüter. Allein in den ersten beiden Dritteln verhängte der Unparteiische aus Ottobrunn gegen die Gastgeber 98 Strafminuten; zweimal musste die Partie unterbrochen werden, weil Gegenstände auf das Eis geflogen waren. Obwohl die Kölner viermal führten, siegten am Ende die Huskies durch Tore von Dale Clark (52.) und Tobias Abstreiter (60.).

© SID

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