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27.03.2006

12:16 Uhr

Eishockey DEL

Kassel Huskies bangen nach Abstieg um Zukunft

Nach dem Abstieg aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ist die Zukunft der Kassel Huskies ungewiss. Sowohl die Sponsoren-, als auch die Spielerverträge besitzen nur für die DEL Gültigkeit.

Die Zukunft der Kassel Huskies steht in den Sternen. Den Hessen, die in den Play-downs gegen Aufsteiger EV Duisburg unterlagen, stehen nach dem Abstieg die Sorgenfalten ins Gesicht geschrieben, da sämtliche Sponsoren- und Spielerverträge lediglich für die höchste deutsche Spielklasse gültig sind. Geschäftsführer Rainer Lippe will die Geldgeber jedoch zu einem Engagement in der 2. Bundesliga überreden. "Ich habe einige Signale bekommen, aber ich brauche jetzt ein paar Tage, um die Lage zu sondieren", erklärte Lippe. Ein erster Erfolg konnte bereits am Montagnachmittag vermeldet werden. Das Trainergespann Stephan Richer und Fabian Dahlem bleibt den Huskies auch in der kommenden Saison erhalten.

Nach der vierten Pleite im fünften Duell der "best of seven"-Serie und dem Aus nach zwölf DEL-Jahren herrschte in Kassel tiefe Trauer. "Es tut mir so unglaublich Leid für diese Fans. Wir haben alles versucht, damit Eishockey in Kassel erstklassig bleibt, aber es ist uns nicht gelungen", sagte Lippe, nachdem die Nordhessen zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres den Klassenerhalt auf sportlichem Wege verpasst hatten. Vor zwölf Monaten hatte den Vizemeister von 1997 der Lizenzentzug des EHC Wolfsburg vor dem Abstieg gerettet.

Abstreiter geschockt

Geschockt wie die Fans, die teilweise noch eine Stunde nach Spielschluss auf der Tribüne saßen und apathisch aufs Eis starrten, war auch Kapitän Tobias Abstreiter. "Es ist unglaublich bitter, das zum zweiten Mal erleben zu müssen", sagte der Ex-Nationalspieler, neben Sven Valenti und Torhüter Joaquin Gage der einzige verbliebene "Absteiger" aus dem Vorjahr.

Bei den Duisburgern war dagegen der Jubel groß, denn durch den Sieg sicherte sich der Neuling auf Dauer seinen Platz in der DEL. Aber der kommenden Saison gibt es keinen Absteiger mehr. "Wir sind überglücklich, dass wir es geschafft haben", sagte Trainer Dieter Hegen, "denn Kassel hat sich bis zum Ende nach Kräften gewehrt."

© SID

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