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26.02.2006

21:00 Uhr

Eishockey DEL

Kathan sorgt in Düsseldorf für Karnevalstimmung

Die DEG Metro Stars haben zum ersten Mal den deutschen Eishockey-Pokal gewonnen. Durch ein "Sudden-Death"-Tor von Klaus Kathan entschieden die Düsseldorfer das Endspiel gegen Adler Mannheim mit 2:1 zu ihren Gunsten.

Knapp zehn Jahre ist es her, dass die DEG Metro Stars ihren letzten Titel bejubeln konnten, nun ist ihre Durststrecke ausgerechnet am Karnevalssonntag beendet. Der achtmalige Meister aus Düsseldorf bezwang im Finale um den Eishockey-Pokal durch das "Sudden-Death"-Tor von Olympia-Teilnehmer Klaus Kathan Liga-Konkurrent Adler Mannheim vor heimischem Publikum 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 1:0) nach Verlängerung und darf sich erstmals seit dem 4. April 1996 wieder einen Titel ins Stammbuch schreiben.

Seit dem entscheidenden 4:2 im vierten Spiel der Finalserie der Meisterschaft gegen den rheinischen Erzrivalen Kölner Haie waren am Sonntag exakt 3 614 Tage vergangen. Der überragende Kathan traf nach 7:22 Minuten der Verlängerung und schoss sich auch ein wenig den Olympia-Frust von der Seele.

Greg Poss muss weiter auf seinen ersten Titel warten

Für den Erfolg kassierte das Team von Coach Don Jackson, der am Donnerstag seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hatte, 20 000 Euro Siegprämie. Die in der Liga um die Play-off-Teilnahme zitternden Gäste dagegen verpassten die Chance, sich nach dem Pokaltriumph 2003 in der vierten Auflage des jungen Wettbewerbs als erste Mannschaft zum zweiten Mal in die Siegerliste einzutragen. Der ehemalige Nationalmannschafts-Coach Greg Poss muss damit weiter auf den ersten Titel seiner Trainerkarriere warten.

Ferraro-Brüder sorgen für den Ausgleich

Vor 9 517 Zuschauern im letzten Pokalspiel an der Brehmstraße agierten beide Teams zunächst vorsichtig. Spielerische Glanzpunkte und klare Torchancen blieben Mangelware. Wir aus dem Nichts gingen die Gäste im zweiten Drittel durch Ronny Arendt (23.) in Führung. Fünf Minuten später überwandt der US-Amerikaner Chris Ferraro (28.) nach Vorarbeit seines Zwillingsbruders Peter erstmals den starken Adler-Keeper Frederic Chabot.

Düsseldorf hatte sich auf dem Weg ins Endspiel gegen den EC Bad Tölz, DEL-Aufsteiger Füchse Duisburg sowie die Zweitligisten EHC München und EV Regensburg durchgesetzt. DEL-Rekordmeister Mannheim schaltete mit den Dresdner Eislöwen, dem REV Bremerhaven und den Bietigheim Steelers zunächst drei Zweitligisten aus. Im Halbfinale bezwangen die Adler den Liga-Kontrahenten Nürnberg Ice Tigers. Titelverteidiger ERC Ingolstadt war bereits in der zweiten Runde gescheitert.

© SID

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