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03.02.2008

12:17 Uhr

Eishockey DEL

Keeper Müller vermisst deutsche Charakterköpfe

Nationaltorhüter Robert Müller hat das Fehlen einer markanten Spielerpersönlichkeit im deutschen Eishockey angemahnt und gleichzeitig zum Rundumschlag gegen die DEL-Manager ausgeholt.

Nationaltorhüter Robert Müller vom DEL-Klub Kölner Haie hat das Fehlen von markanten Spielertypen wie einst Erich Kühnhackl im deutschen Eishockey kritisiert. "Die Charakterköpfe sind weg. Viele Spieler versuchen, so wenig wie möglich aus der Masse herauszuragen und so gut wie gar nicht aufzufallen", sagte Müller in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und klagte über die Defizite in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Kritik übte der 27-jährige Müller auch an den Managern der Klubs, die lieber junge Nordamerikaner als hierzulande ausgebildete Talente verpflichten. "Das gehört für mich zu den unverständlichsten Entscheidungen, die es in der DEL gibt", sagte der Ex-Mannheimer und wundert sich immer wieder, "wenn behauptet wird, wir deutschen Spieler seien zu teuer. Das stimmt einfach nicht."

Auswahlkeeper Müller, dem Ende 2006 ein Stück eines Gehirntumors operativ entfernt worden war, spürt nach eigenem Bekunden keine Nachwirkungen des Eingriffs mehr. "Seitdem fühle ich mich wieder völlig in Ordnung. Sportlich hat es mir auf keinen Fall geschadet", betonte der gebürtige Rosenheimer, der im Dezember 2007 von den Füchsen Duisburg nach Köln gewechselt war.

© SID

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