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11.01.2010

10:12 Uhr

Eishockey DEL

Mason in Mannheim gefeuert

Doug Mason ist als Trainer der Adler Mannheim entlassen worden. Manager Marcus Kuhl stellt sein Amt zum Saisonende zur Verfügung, bleibt dem Klub aber als Sportdirektor erhalten.

Die Zeichen stehen auf Abschied: Doug Mason. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Die Zeichen stehen auf Abschied: Doug Mason. Foto: Bongarts/Getty Images

Nach dem Absturz aus den Play-off-Rängen wechseln die Mannheimer Adler ihre komplette sportliche Führung aus. Der Rekordmeister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) trennte sich nach acht Niederlagen in den vergangenen neun Spielen von Trainer Doug Mason, zudem kündigte Manager Marcus Kuhl seinen Rückzug zum Saisonende nach 16 Jahren an. Der Ex-Nationalspieler, der für fünf Meistertitel verantwortlich zeichnete, wird Sportdirektor.

"Das war die Notbremse"

"Das war die Notbremse. Wir werden den sportlichen Bereich komplett neu strukturieren", sagte Adler-Boss Daniel Hopp einen Tag nach der 4:5-Niederlage nach Verlängerung gegen die Düsseldorfer EG. Zu Masons Rauswurf sagte der Gesellschafter und Geschäftsführer: "Wir haben nicht mehr geglaubt, dass er noch die Wende einleiten kann."

Der Holland-Kanadier hatte erst zu Saisonbeginn das Amt des Cheftrainers übernommen. Aus der vollmundig verkündeten Jagd auf den Titelverteidiger Eisbären Berlin wurde nichts, die Adler stürzten auf den neunten Platz ab und müssen um den Einzug in die Play-offs bangen. An der Bande hat bis zum Saisonende Teal Fowler das Sagen. Der 39-jährige Amerikaner hatte bereits nach der Trennung von Dave King im Februar 2009 für zwei Monate die Adler als Chefcoach betreut.

"Betriebsblind mit Tunnelblick"

Der zuletzt heftig kritisierte Kuhl gab Fehler zu. "In den 16 Jahren bin ich ein bisschen betriebsblind geworden", sagte der 53-Jährige, der künftig nicht mehr für das sportliche Tagesgeschäft, sondern für die Bereiche Kooperation, Scouting und Arena zuständig sein wird: "Ich habe einen Tunnelblick bekommen."

Mit dem höchsten Etat der Liga hatte Kuhl wie schon in den vergangenen Jahren viele erstklassige Einzelkünstler zusammengekauft, doch die Chemie stimmte wieder nicht. Kuhls Rückzug war, so Hopp, schon länger geplant. Ein neuer Manager soll in den nächsten Monaten gefunden werden.

Dass er beim sechsten Chefcoach in sechs Jahren daneben gegriffen hat, gab Kuhl zu: "Auch ich habe mich im Trainer getäuscht." Die fehlende Kontinuität an der Bande und auf dem Eis schlug sich auch in der sportlichen Bilanz der Adler nieder: Nach der Trennung von Bill Stewart, dem letzten Trainer, der länger als zwei Jahre tätig war, Anfang 2004 kam der Liga-Krösus nur noch dreimal ins Halbfinale.

© SID

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