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03.03.2006

22:07 Uhr

Eishockey DEL

Spitzenreiter Ingolstadt stolpert in Hamburg

Der ERC Ingolstadt hat am 49. Spieltag der DEL eine 2:4-Niederlage bei den Hamburg Freezers kassiert. Durch einen 5:3-Sieg gegen Iserlohn rückte Verfolger Eisbären Berlin bis auf einen Zähler an den Spitzenreiter heran.

Titelverteidiger Eisbären Berlin hat am 49. Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) wertvollen Boden auf Spitzenreiter Ingolstadt gutgemacht. Der Tabellenzweite setzte sich im heimischen Wellblechpalast beim vierten Sieg in Serie mit 5:3 (2:0, 2:1, 1:2) gegen die Iserlohn Roosters durch und rückte mit nunmehr 94 Zählern bis auf einen Punkt an den ERC (95) heran. Die Berliner, die noch eine Nachholpartie in der Hinterhand haben, profitierten von der 2:4 (1:2, 0:1, 1:1)-Niederlage der Ingolstädter bei den Hamburg Freezers.

Kassel überrascht in Nürnberg

Auf Platz drei liegen weiter die Nürnberg Ice Tigers (88), die gegen das bisherige Tabellenschlusslicht Kassel Huskies überraschend mit 1:2 (0:1, 1:1, 0:0) den Kürzeren zogen. Durch die Niederlage der Franken rückten die DEG Metro Stars (87) bis auf einen Punkt heran. Der frisch gebackene Pokalsieger aus Düsseldorf hatte beim 5:3 (3:2, 1:0, 1:1) gegen die Augsburger Panther mehr Mühe als erwartet und ging nach zuvor zwei Niederlagen dennoch als Sieger vom Eis.

Hinter dem achtmaligen Meister folgen die Kölner Haie (86), die bei Aufsteiger Füchse Duisburg mit 5:4 (1:0, 2:1, 1:3, 1:0) nach Penaltyschießen gewannen.

Unterdessen haben die Krefeld Pinguine die Frankfurt Lions nach einer starken Aufholjagd vorerst vom achten und letzten Playoff-Platz verdrängt. Die Pinguine (70 Punkte) siegten im wichtigen Duell beim direkten Konkurrenten und DEL-Rekordmeister Adler Mannheim (66) trotz eines 0:2-Rückstands 6:5 (2:2, 2:0, 2:3) und versetzten den Play-off-Ambitionen des Teams von Ex-Bundestrainer Greg Poss einen herben Dämpfer. Damit kämpfen die enttäuschenden Adler am Sonntag in Frankfurt bereits um die wahrscheinlich letzte Chance auf Rang acht.

In der Mannheimer SAP-Arena erlebten 13 096 Zuschauer einen furiosen Auftakt der Gastgeber. Bereits Mitte des ersten Drittels schienen die Adler durch Tore von Stephan Retzer (5.) und Rene Corbet (10.) die Weichen auf Sieg gestellt zu haben. Die Gäste kamen durch einen Treffer von Ivo Jan (12.) schnell zurück ins Spiel und schafften durch Alexander Seliwanow (19.), Mike Pudlick (31.), Herberts Vasiljevs (35.) und Chris Herperger (43.) die Wende. Daniel Del Monte (46.) und erneut Retzer (55.) verkürzten auf 4:5, ehe wiederum Vasiljevs (57.) für die Entscheidung sorgte. Das 5:6 durch Yannick Tremblay (60.) war nur noch Ergebniskosmetik.

Fortier Mann des Tages

Vor 12 822 Zuschauern in der restlos ausverkauften Hamburger Color-Line-Arena brachte Francois Fortier die Gastgeber bereits nach 83 Sekunden in Führung. Nach 18 Minuten erhöhte Benoit Gratton auf 2:0, doch Ingolstadt schlug noch vor dem Ende des ersten Drittels durch Ken Sutton (20.) zurück. Im zweiten Abschnitt stellte wiederum Fortier (31.) den alten Abstand wieder her, den Gästen gelang der Anschlusstreffer durch Cameron Mann (41.), ehe Fortier (53.) mit seinem dritten Tor alles klarmachte.

© SID

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