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17.12.2012

19:18 Uhr

Eishockey in der Krise

NHL-Lockout kostet Millionen

VonClaus Vetter
Quelle:Tagesspiegel

Der Kampf in der National Hockey-League geht weiter: Die Liga hat alle Spiele bis zum 30. Dezember gestrichen. Eine Absage der kompletten Saison ist wahrscheinlich. Und alles nur wegen der ewigen Frage nach dem Geld.

In der National Hockey League geht es längst nicht mehr um den Sport. dpa

In der National Hockey League geht es längst nicht mehr um den Sport.

New YorkEishockey-Schock in Nordamerika: Es zwar gespielt, aber ungewöhnlicherweise, dass viel Geld im Spiel ist. Wie jede Saison laufen Tausende Nachwuchsspieler und Profis in Ligen wie der East Coast Hockey League dem Puck hinterher. Viele Aktiven der National Hockey-League (NHL) spielen auch unbehelligt von den Turbulenzen daheim für europäische Klubs.

Nur die Fans der Profiliga NHL leiden unter dem Lockout. Zuletzt protestierten Anhänger der New York Rangers vor dem Hauptquartier der Liga in Manhattan. Auf einem Fan-Transparent war zu lesen: „All I want for Christmas is hockey!“ Dieser Wunsch geht nicht Erfüllung. Vergangene Woche strich die Liga aufgrund des nun mehr als 80 Tage dauernden Arbeitskampfes alle Spiele bis zum 30. Dezember.

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Mehr als 40 Prozent, fast 600 Spiele, sind bislang ausgefallen. Eine komplette Absage der Saison ist wahrscheinlich. Die Verluste der Klubs sind astronomisch. In Boston etwa beläuft sich das Minus in den Bars rund um den Garden, der Heimspielstätte der Bruins, auf bis zu eine Million Dollar pro ausgefallenem Spiel.

Dem Klub gehen pro Nicht-Spieltag drei Millionen Dollar verloren. NHL-Chef Gary Bettman rechnet vor, dass alle Spieler zusammen täglich zehn Millionen Dollar verlieren – die Klubeigner doppelt so viel. Dabei ist die Sache absurd: Die Liga verliert Geld, weil um Geld gestritten wird. Es geht darum, wie die Jahreseinkünfte von 3,3 Milliarden Dollar aufzuteilen sind zwischen Klubs und Spielergewerkschaft. Es geht um wenige Prozente. Und es geht nur ums Geschäft.

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Die NHL entfremdet sich vom Eishockey. Einst hat sie ihren Sport erhöht. Jeder gute junge Eishockeyspieler der Welt träumt davon, in der stärksten Liga der Welt zu spielen. Inzwischen ist die Liga, die vergangenes Jahr mehr verdient hat als jede Fußballliga der Welt, vor allem Sklave des Geldes.

Zu horrenden Eintrittspreisen schauen sich die Fans über 80 Vorrundenspiele an, deren sportlicher Wert eher zweitrangig ist – 16 von 30 Klubs erreichen die Play-offs. Sicher, weil so viel Geld gezahlt wird, spielen die besten Eishockeyprofis der Welt in der NHL.

„Allerdings spielen die besten Spieler nicht immer das schönste Eishockey“, sagt Matthew Foy. Der Kanadier brachte es einst auf ein paar Spiele in der NHL, weil er nicht gut genug war, stürmt er nun für die Eisbären Berlin. Und das macht er gern, weil das Spiel auf der größeren Eisfläche viel mehr Platz für die technischen Vorzüge seiner Sportart lasse.

Kommentare (1)

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silber

18.12.2012, 11:20 Uhr

Liebe HB-Redaktion, versteht Ihr den ersten Satz? Ich kann den nicht deuten, egal wie sehr ich mich anstrenge...

Ist irgendwie nicht komplett...

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