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16.01.2009

11:43 Uhr

Eishockey Verband

Erste Konsequenzen nach Tscherepanows Tod

Die russische KHL hat nach dem Tod von Alexej Tscherepanow erste Konsequenzen gezogen. Wegen "Verwicklungen" in dessen Fall wurden vier Funktionäre lebenslang gesperrt.

Sperren nach Tscherepanows Tod. Foto: AFP SID

Sperren nach Tscherepanows Tod. Foto: AFP

Nach dem erschütternden Befund des vor drei Monaten gestorbenen Eishockey-Talents Alexej Tscherepanow hat die russische Profiliga KHL erste Konsequenzen gezogen: Vier Klubverantwortliche wurden auf Lebenszeit gesperrt. Als Begründung gab die Liga nach Einsicht der Untersuchungsergebnisse, die Spuren von leistungssteigernden Mitteln im Blut des 19-Jährigen nachgewiesen hatten, "Verwicklungen in die Tragödie Tscherepanow" an.

So wurden von Tscherepanows Klub Awangard Omsk Präsident Konstantin Potapow, Generalmanager Anatoli Bardin sowie Mannschaftsarzt Sergej Belkin mit sofortiger Wirkung ihrer Ämter enthoben und für immer für die KHL gesperrt. Die gleiche Strafe gab es für Michail Denissow, Direktor von Ligakonkurrent Witjas Tschechow.

Tscherepanow war am 13. Oktober in der Partie seines Klubs Awangard Omsk gegen Witjas im letzten Drittel zusammengebrochen. Der Stürmer, 2007 vom NHL-Klub New York Rangers gedraftet, wurde sofort ins Krankenhaus eingeliefert, doch die Ärzte konnten sein Leben nicht mehr retten.

Der "Sibirien-Express" galt als eines der größten russischen Eishockey-Talente der Gegenwart, hätte aber laut Befund wegen einer chronischen Herzmuskelentzündung gar nicht als Profisportler aktiv sein dürfen.

Drei Spieler beenden ihre Karriere

Das medizinische Zentrum der KHL gab unterdessen bekannt, dass drei Liga-Spieler aus gesundheitlichen Gründen ihre Karrieren unverzüglich beenden müssten. Bei den betroffenen Profis wurden Herzprobleme festgestellt, die im Leistungssport mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Herzversagen führen würden. Die Namen und Klubs der Spieler, die zwischen 19 und 21 Jahre alt sind, wurden zunächst nicht bekannt gegeben.

© SID

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