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07.01.2011

17:41 Uhr

Eiskunstlauf DM

Savchenko Szolkowy mit Weltklasse-Kurzprogramm

Bei der Eiskunstlauf-DM in Oberstdorf haben Aljona Savchenko und Robin Szolkowy eine überragende Vorstellung geliefert. Die 17-jährige Sarah Hecken liegt bei den Damen in Führung.

Sarah Hecken liegt bei den Eiskunstlauf-Meisterschaften in Oberstdorf in Führung. Foto: SID Images/AFP/Yuri Kadobnov SID

Sarah Hecken liegt bei den Eiskunstlauf-Meisterschaften in Oberstdorf in Führung. Foto: SID Images/AFP/Yuri Kadobnov

Das Beste kam zum Schluss: Ein grandioses Kurzprogramm der Olympia-Dritten Aljona Savchenko und Robin Szolkowy hat den ersten Tag der deutschen Eiskunstlauf-Meisterschaften in Oberstdorf überstrahlt. Zu den russischen Folkloreklängen "Korobuschko" liefen die beiden Chemnitzer die Konkurrenz in Grund und Boden und stehen dicht vor ihrem siebten nationalen Titel.

77,37 Punkte erhielten die in dieser Saison noch ungeschlagenen Schützlinge von Trainer Ingo Steuer, Lichtjahre von den Düsseldorfern Mari-Doris Vartmann und Aaron van Cleave (42,99) sowie Katharina Gierok und Florian Just (Krefeld/Essen) mit 41,57 Zählern entfernt. Selbst die Titelverteidiger und Lokalmatadoren Maylin Hausch und Daniel Wende, die kurzfristig wegen eines grippalen Infektes auf einen Start verzichten mussten, wären chancenlos gegen das Duo aus Sachsen gewesen, das im weiteren Verlauf der Saison weitere Goldmedaillen bei den Europa- und Weltmeisterschaften anpeilt.

Hecken mit fehlerfreiem Kurprogramm

Mit einem ausdrucksstarken Tango hatte Sarah Hecken bereits am Nachmittag die Weichen zu einer erfolgreichen Titelverteidigung gestellt. Die 17 Jahre alte Mannheimerin kam ohne Fehler durch ihr Kurzprogramm und fiel am Ende ihres Vortrags ihrem Trainer Peter Sczypa strahlend in die Arme.

Noch souveräner wurde Peter Liebers seiner Favoritenrolle in der Herren-Konkurrenz zumindest im Kurzprogramm gerecht. Ausgereift wie noch nie präsentierte der Berliner einen Blues, der das Publikum mehrfach schon während des Vortrags zu spontanem Beifall veranlasste. Der dynamische dreifache Axel krönte die starke Leistung des 22-Jährigen, der im Vorjahr noch dem mittlerweile zurückgetretenen Stefan Lindemann den Vortritt lassen musste.

Liebers mit großem Vorsprung

74,67 Punkte waren für die Konkurrenz eine viel zu hohe Hürde, Liebers am nächsten kamen noch sein drei Jahre älterer Bruder Martin (57,57) sowie Denis Wiczorek aus Erfurt (56,74). Dennoch blieb der Meister von 2009 selbstkritisch: "Meine Kurzkür war besser als zuletzt, aber manches hätte noch einen Tick sauberer sein können." Verzichten musste Liebers auf die Betreuung durch seine Trainerin Viola Striegler, wegen eines Krankheitsfalls in der Familie konnte sie nicht ins Allgäu kommen.

Mit 52,63 Punkten liegt auch die WM-Zwölfte Hecken vor der Kür-Entscheidung am Samstag (12.00 Uhr) deutlich vor ihrer Klubkollegin Katharina Häcker (47,84) sowie der Berlinerin Constanze Paulinus (43,53). Die Olympiastarterin hatte vor 500 Zuschauern mit ihrer Dreifach-Dreifach-Kombination ebenso wenig Probleme wie mit dem dreifachen Rittberger und dem Doppel-Axel. Noch im September hatte die Gymnasiastin an gleicher Stelle wegen Rückenbeschwerden vorzeitig aufgeben müssen.

"Das beste Kurzprogramm der Saison"

"Diese Sache ist aber mittlerweile ausgeheilt", sagte die EM-16., die die Deutsche Eislauf-Union auch bei den diesjährigen Europa- und Weltmeisterschaften in Bern bzw. Tokio vertreten wird. Die Freude über ihren gelungenen Vortrag war dementsprechend groß: "Es war das beste Kurzprogramm der Saison. Als Vorjahressiegerin habe ich schon den Druck gespürt, aber ich habe ihn in Motivation umgewandelt."

Im Eistanz laufen Nelli Ziganschina und Alexander Gaszi ihrem zweiten nationalen Titel entgegen. Die beiden Oberstdorfer überzeugten im Kurztanz mit einem fehlerfreien Vortrag und hielten mit 60,79 Punkten Stefanie Frohberg und Tim Giesen (Berlin/Neuss) mit 50,72 Zählern sowie die Berliner Tanja Kolbe und Stefano Caruso (49,73) auf Distanz.

Die Titelverteidiger Christina und William Beier aus Dortmund haben ihre Laufbahn mittlerweile beendet. "Vor heimischem Publikum zu laufen, ist schön und schwierig zugleich", erklärte Gazsi vor der Kürentscheidung am Samstag (15.45 Uhr).

© SID

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