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08.01.2011

15:49 Uhr

Eiskunstlauf DM

Siebter Meistertitel für Savchenko Szolkowy

Aljona Savchenko und Robin Szolkowy holten bei der Eiskunstlauf-DM in Oberstdorf mit einer klasse Leistung den Titel. Im Einzel waren Sarah Hecken und Peter Liebers erfolgreich.

Nelli Ziganschina und Alexander Gazsi sind die neuen deutschen Meister im Eistanz. Foto: SID Images/AFP/Joe Klamar SID

Nelli Ziganschina und Alexander Gazsi sind die neuen deutschen Meister im Eistanz. Foto: SID Images/AFP/Joe Klamar

Mit einer Weltklassekür haben Aljona Savchenko und Robin Szolkowy zum Abschluss der deutschen Eiskunstlauf-Meisterschaften in Oberstdorf wie erwartet das Glanzlicht gesetzt. Völlig ungefährdet holten sich die beiden Chemnitzer ihren siebten nationalen Titel und untermauerten auch ihre Siegchancen bei den diesjährigen Europa- und Weltmeisterschaften.

Als "Pink Panther" verzauberte die gebürtige Ukrainerin Savchenko am Fuße des Nebelhorns das Publikum, zusammen mit ihrem Partner sammelte die 26-Jährige 209,40 Punkte. Mit einem riesigen Rückstand gingen die Plätze zwei und drei an die Düsseldorfer Mari-Doris Vartmann und Aaron van Cleave (130,49) und Katharina Gierok aus Krefeld und den Essener Florian Just (126,16).

Dass der Vorsprung der im nach-olympischen Winter noch ungeschlagenen Sachsen nicht noch größer ausfiel lag an Szolkowy, der weder den dreifachen Toe-Loop noch den dreifachen Salchow sauber stehen konnte. "Das waren wohl Nachwirkungen eines Fieberanfalls bei mir", mutmaßte der 31-Jährige. Krankheitsbedingt fehlten die Oberstdorfer Vorjahressieger Maylin Hausch und Daniel Wende.

Hecken und Liebers souverän aber glanzlos

Bereits am Nachmittag hatten sich mit soliden, aber eher glanzlosen Küren Sarah Hecken und Peter Liebers die Einzel-Titel und die Qualifikation für Europa- und Weltmeisterschaften gesichert. Die Mannheimerin lag mit 149,11 Punkten am Ende vor ihrer Klubkameradin Katharina Häcker (144,61) sowie Christina Erdel aus Oberstdorf (127,88). Der 22 Jahre alte Berliner verwies mit 210,07 Zählern Denis Wieczorek aus Erfurt (182,57) und den Berliner Christopher Berneck (169,25) auf die Plätze zwei und drei.

Vor 500 Zuschauern fehlte dem neuen Programm der 17-Jährigen Hecken phasenweise immer wieder das Tempo, zudem war der Vortrag, anders als beim Kurzprogramm nicht frei von Fehlern. Die WM-Zwölfte wirkte ein wenig gehemmt und fuhr mit einer leisen Enttäuschung im Gesicht vom Eis.

Nicht ganz rund lief auch die Kür des letztjährigen Vize-Meisters Liebers. Der Meister von 2009 zeigte sich zwar choreographisch dank eines Trainingsaufenthaltes in Kanada sichtbar verbessert, leistete sich aber zwei Stürze, was den Gesamteindruck minderte.

Ziganschina/Gazsi im Eistanz nicht zu schlagen

Nach vierjähriger Pause durften sich Nelli Ziganschina und Alexander Gazsi in ihrer Allgäuer Wahlheimat als neue deutsche Eistanz-Meister feiern lassen. In Abwesenheit der Titelverteidiger Christina und William Beier aus Dortmund, die ihre Laufbahn mittlerweile beendet haben, waren die letztjährigen DM-Dritten diesmal eine Klasse für sich und siegten mit 150,23 Punkten hochüberlegen vor Stefanie Frohberg aus Berlin und dem Neusser Tim Giesen (122,82) sowie den Berlinern Tanja Kolbe und Stefano Caruso (122,53).

"Eigentlich war das Programm ganz gut, aber dass ich den Salchow nur doppelt gedreht habe, hat mich schon geärgert", sagte Olympia-Teilnehmerin Hecken, die es in dieser Verfassung nicht leicht haben dürfte, den angestrebten Top-Ten-Platz bei den europäischen Titelkämpfen in drei Wochen in Bern zu realisieren. Zumindest gesundheitlich hat Hecken derzeit keine Schwierigkeiten, zu Saisonbeginn auftretende Fuß- und Rückenprobleme sind derzeit behoben.

Liebers führte seine Sprungprobleme auf eine leichte Blessur am rechten Knie zurück: "Deswegen musste ich mich beim Abschlusstraining ein wenig zurückhalten."

© SID

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