Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.01.2010

16:18 Uhr

Eiskunstlauf EM

Beier Beier trotz tollem Auftritt weiter 13.

Christina und William Beier liegen bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften weiter auf dem 13. Rang. Trotz einer guten Vorstellung konnten sie sich vor der Kür nicht verbessern.

Die Beier-Geschwister stagnieren auf Rang 13. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Die Beier-Geschwister stagnieren auf Rang 13. Foto: Bongarts/Getty Images

Trotz eines schwungvollen Originaltanzes haben sich die deutschen Eistanz-Meister Christina und William Beier bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Tallinn nicht verbessern können. Vor der Kür-Entscheidung am Freitag (17.40 Uhr) nimmt das Geschwisterpaar aus Dortmund mit 77,86 Punkten weiterhin den 13. Platz ein.

"Wenn man zwei Jahre aus dem Geschäft war, ist es immer noch schwer, wieder der Anschluss zu finden", sagte Trainer Martin Skotnicky, der die Halb-Filipinos zusammen mit Rene Lohse auf die Olympischen Spiele in Vancouver vorbereitet. Die Beiers hatten sich zwischenzeitlich getrennt, tanzen aber seit Beginn des olympischen Winters wieder gemeinsam.

Preisrichter vs. Publikum

William Beier war mit dem Zwischenergebnis ebenfalls nicht zufrieden: "Nun müssen wir eben nach vorne schauen und uns auf die Kür konzentrieren." Der Originaltanz zu hawaiianischen Klängen kam zwar bei den 3 000 Zuschauern in der Saku Suurhall gut an, wurde von den Preisrichtern aber nur verhalten honoriert.

An der Spitze bauten Oxana Domnina und Maxim Schabalin aus Russland ihre Führung weiter aus. Nach einem spektakulären Vortrag zur Musik australischer Ureinwohner liegen die Weltmeister mit 104,27 Zählern deutlich vor Federica Faiella und Massimo Scali aus Italien (99,15) sowie ihren Landsleuten und Titelverteidigern Jana Chochlowa und Sergej Nowitzki (96,46), die wegen eines Stolperers Rang zwei nach dem Pflichttanz nicht behaupten konnten.

Protest von Aborigines

Ein Sprecher der Aborigines kritisierte den Tanz des führenden Paares, wertete ihn als Kulturdiebstahl und kündigte ein offizielles Protestschreiben an den russischen Botschafter in Canberra an. Schabalin war sich jedoch keiner Schuld bewusst: "Es war nicht unser Ziel, authentisch zu sein. Für uns war es ein Folkloretanz wie alle anderen auch."

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×