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26.01.2007

22:42 Uhr

Eiskunstlauf EM

Delobel Schoenfelder holen Eistanz-Titel

Isabelle Delobel und Olivier Schoenfelder (Frankreich) sind neue Eistanz-Europameister. 24 Stunden zuvor hatte ihr Landsmann Brian Joubert die Herren-Konkurrenz gewonnen.

Bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Warschau haben die Eistänzer Isabelle Delobel und Olivier Schoenfelder Frankreich die zweite Goldmedaille binnen 24 Stunden beschert. Zuvor hatte Brian Joubert in der Herren-Konkurrenz triumphiert. Zur Filmmusik "The Untouchables" setzten sich die Olympia-Vierten von Turin mit 199,47 Punkten knapp vor Oksana Domnina und Maxim Schabalin aus Russland (199,16) sowie den bulgarischen Weltmeistern Albena Denkowa und Maxim Stawiski (193,73) durch.

Bei ihrem ersten internationalen Auftritt mussten sich die deutschen Meister Nelli Ziganschina und Alexander Gazsi (Chemnitz/Berlin) im mit 4 500 Zuschauern fast ausverkauften Torwar-Eispalast noch mit dem 16. Platz begnügen. Doch immerhin bedeuteten 133,20 Zähler eine neue persönliche Bestleistung für das in Moskau trainierende Paar.

Gazsi: "Es war eine lange und anstrengende Woche"

"Es war eine lange und anstrengende Woche", sagte Gazsi, dessen Kapselverletzung an der linken Hand erneut mit einer schmerzstillenden Spritze behandelt werden musste. Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union, war mit dem Einstand der beiden EN-Neulinge durchaus zufrieden: "Sie haben sich solide im Mittelfeld eingereiht, was sie sich mit einer fehlerfreien Kür auch verdient haben."

Bereits am Nachmittag war der "Debütantenball" der deutschen Eisprinzessinnen in die zweite Runde gegangen. Sowohl die Mannheimerin Christiane Berger als auch die deutsche Meisterin Kristin Wieczorek überstanden die Ausscheidung im Kurzprogramm und qualifizierten sich für das Kür-Finale am Samstag (12.30 Uhr/live bei Eurosport).

Für Zahnmedizinstudentin Berger reichte es trotz eines Sturzes beim Doppel-Axel mit 43,05 Punkten zum 17. Platz. Wieczorek sprang den Salchow nur doppelt statt wie gefordert dreifach, dennoch langte es gegen insgesamt 37 Konkurrentinnen zu 39,13 Zählern und Rang 23.

An der Spitze wird es zu einem hochdramatischen Kampf um die Goldmedaille kommen. Die Schweizerin Sarah Meier geht mit 60,49 Punkten und dem kaum messbaren Vorsprung von 0,03 Zählern vor der letztjährigen EM-Dritten Claudia Kostner aus Italien in die Entscheidung. Dritte ist mit 54,62 Punkten Elene Gedewanischwili (Georgien). "Jetzt will ich mindestens eine Medaille", sagte Meier, die schon überraschend im Dezember beim Grand-Prix-Finale in St. Petersburg den dritten Platz belegt hatte.

Berger: "Ich würde ja so gerne nach Japan fahren"

Zu spanischer Musik verschaffte sich Berger im internen Duell um das einzige deutsche Ticket für die Weltmeisterschaften Ende März in Tokio einen kleinen Punktvorteil. "Ich würde ja so gerne nach Japan fahren", gestand die 19-Jährige, die als Erstsemester derzeit nur sechs Stunden pro Woche trainieren kann.

Der Vorsprung der deutschen Vize-Meisterin wäre ohne ihren "Blackout" beim Doppelaxel noch größer ausgefallen. "Ich war zu hektisch, zu nervös und habe mich vielleicht auch zu sicher gefühlt", sagte die Hessin, die im vergangenen Jahr bei den Junioren-Weltmeisterschaften nur 27. geworden war. Auch Wieczorek konnte sich ihren Patzer beim Salchow nicht erklären: "Wahrscheinlich habe ich einfach zu viel nachgedacht."

© SID

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