Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.01.2008

22:56 Uhr

Eiskunstlauf EM

Deutsche Herren bei Verner-Sieg im Soll

Peter Liebers und Clemens Brummer haben der DEU bei der Eiskunstlauf-EM in Zagreb weiterhin zwei Startplätze bei den Herren gesichert. Der Titel ging an den Tschechen Tomas Verner.

Mit der Medaillenentscheidung hatten die deutschen Herren bei der Eiskunstlauf-EM in der kroatischen Hauptstadt Zagreb nichts zu tun, trotzdem herrschte im Lager der Deutschen Eislauf-Union (DEU) nach der Verteidigung der zwei Startplätze Zufriedenheit. Der Kontinental-Titel ging derweil an den vom Oberstdorfer Trainer Michael Huth betreuten Wahl-Allgäuer Tomas Verner aus Tschechien, der sich mit einer Kür zu asiatischen Klängen mit 232,07 Punkten vor dem Schweizer Pirouettenwunder Stephane Lambiel (219,63) sowie dem krankheitsbedingt geschwächten Weltmeister Brian Joubert aus Frankreich (219,45) durchsetzte.

Lambiel zum siebten Mal bei der EM geschlagen

Der zweimalige Weltmeister Lambiel griff damit nun schon zum siebten Mal an der europäischen Krone vorbei. Das Publikum war zwar begeistert vom Flamenco des Eidgenossen, die Preisrichter bemängelten jedoch den fehlenden dreifachen Axel und einen weiteren Fehler von Lambiel beim Flip.

Im Sog der Medaillengewinner durften sich auch die beiden deutschen Läufer wie Gewinner fühlen. Peter Liebers kam nach einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Kurzprogramm mit 165,14 Punkten auf den 13. Platz, unmittelbar gefolgt von seinem Berliner Vereinskollegen Clemens Brummer (163, 81), der deutsche Meister wurde 14. Damit sicherte sich Liebers das Ticket für die WM im März in Göteborg, beide Athleten zusammen verteidigten die beiden deutschen Startplätze für die europäischen Titelkämpfe 2009 in Helsinki.

"Beide haben toll gekämpft und die Aufgabenstellung voll erfüllt", lobte DEU-Sportdirektor Udo Dönsdorf die beiden Läufer, die den an der Leiste verletzten ehemaligen WM-Dritten Stefan Lindemann aus Erfurt vor 3 000 Zuschauern im Sportdom von Zagreb achtbar vertraten. Der 19 Jahre alte Liebers stand erstmals im Wettkampf den vierfachen Toe-Loop, musste sich bei der Landung allerdings mit der Hand abstützen.

Dieser kleine Fauxpas konnte jedoch die Freude seiner Trainerin Viola Striegler nicht trüben: "Peter hat Mut bewiesen und ist für sein Risiko belohnt worden." Kurz vor Weihnachten hatte der Abiturient diese Höchstschwierigkeit immerhin schon im Rahmen eines Schaulaufens gemeistert.

Beier/Beier laufen im Originaltanz auf Platz 15

Bereits am Nachmittag waren Christina und William Beier bei ihrem Eistanz-Comeback nur mühsam vorangekommen. Das Geschwisterpaar aus Dortmund verbesserte sich nach dem Originaltanz vom 16. auf den 15. Platz und stoppte damit zumindest seine Talfahrt. Nach fast zweijähriger verletzungsbedingter Pause waren die dreimaligen deutschen Meister im Pflichttanz am Dienstag sehr streng bewertet worden.

An der Spitze bauten die Titelverteidiger Isabelle Delobel und Olivier Schoenfelder aus Frankreich ihre Führung vor der Kür-Entscheidung am Freitag (18.30 Uhr) weiter aus. Mit 103,97 Punkten nehmen sie weiterhin vor den Russen Oksana Domnina und Maxim Schabalin (102,15) Platz eins ein. Dritte sind deren Landsleute Jana Chochlowa und Sergej Nowitzki (97,40). Dabei profitierten Delobel/Schoenfelder allerdings von einem Patzer Schabalins bei einer Drehung.

Die europäischen Titelkämpfe werden am Freitag (11.30 Uhr) mit dem Kurzprogramm der Damen fortgesetzt. Einzige deutsche Starterin ist die viermalige deutsche Meisterin Annette Dytrt aus Oberstdorf.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×