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22.01.2010

21:17 Uhr

Eiskunstlauf EM

Domnina Schabalin sichern sich Eistanz-Titel

Das russische Eistanz-Paar Oksana Dominina und Maxim Schabalin hat den Titel bei der EM in Tallin gewonnen. Christina und William Beier landeten auf Platz 15.

Holten das dritte Gold für Russland: Oksana Domninan und Maxim Schabalin. Foto: AFP SID

Holten das dritte Gold für Russland: Oksana Domninan und Maxim Schabalin. Foto: AFP

Bei der Eiskunstlauf-EM in Tallin ging nach Paarlauf und Herren auch der dritte Titel nach Russland. Gold holten sich mit 199,25 Zählern die Weltmeister Oksana Domnina und Maxim Schabalin, gefolgt von den Italienern Federica Faiella und Massimo Scali (195,86), die die beste Kürbewertung erhielten. Rang drei eroberten die Titelverteidiger Jana Chochlowa und Sergej Nowitzki aus Russland (189,67). Nach einem schweren Patzer fielen die deutschen Eistanz-Meister Christina und William Beier vom 13. auf den 15. Platz zurück (147, 36).

Zuvor hatten die "Töchter Mannheims" bei ihrem EM-Debüt Lehrgeld bezahlt: Olympiateilnehmerin Sarah Hecken musste sich beim Kurzprogramm der Damen mit 46,34 Punkten und dem 16. Platz begnügen, Vize-Meisterin Shira Willner verpasste als 24. (38, 10) sogar das Kür-Finale am Samstag (12.30 Uhr).

Vor 5 000 Zuschauern in der Saku Suurhall übernahm Carolina Kostner in einer erstmals seit Jahren wieder hochklassigen Konkurrenz die Führung. Die lange Jahre in Oberstdorf trainierende Südtirolerin erhielt für eine makellose Kurzkür zu klassischen Klängen 65,80 Zähler. Der zweimaligen Europameisterin am nächsten kamen die beiden Finninnen Kiira Korpi (64,26) und Titelverteidigerin Laura Lepistö (62,96).

Nerven machen Hecken einen Strich durch die Rechnung

Von ähnlichen Punktzahlen konnte Hecken nur träumen. Die 16-Jährige, bislang als äußerst nervenstark bekannt, ließ sich von der ungewohnten Kulisse spürbar beeindrucken, verpatzte den dreifachen Salchow total und konnte auch den Doppel-Axel nicht kufenrein landen. Auch im Ausdruck fehlte es an diesem Tag beim Schützling von Trainer Peter Sczypa.

"Ich bin es noch nicht gewohnt, zusammen mit den besten Läuferinnen in einer Gruppe zu starten und habe mich selbst zu sehr unter Druck gesetzt", sagte die jüngste deutsche Olympiastarterin in Vancouver und kämpfte dabei mit den Tränen. Eigentlich, so die Schülerin weiter, lasse sie sich nicht so schnell von äußeren Eindrücken beeinflussen.

Willner wurde ein gestürzter Doppelaxel bei der angestrebten Qualifikation für das Kürfinale zum Verhängnis. Zudem musste die mittlerweile in Berlin trainierende Athletin an ihrem 17. Geburtstag in der ersten Startgruppe auf das Eis, dort sind die Preisrichter mit ihren Bewertungen erfahrungsgemäß noch zurückhaltend.

"Eigentlich hatte ich ja nichts zu verlieren, aber vor dem Axel war ich einfach zu langsam, das konnte nicht funktionieren", sagte der Schützling von Trainerin Romy Österreich. Willner ist nicht für Vancouver qualifiziert, wird aber voraussichtlich für die Deutsche Eislauf-Union (DEU) im März bei den Junioren-Weltmeisterschaften an den Start gehen.

Meier-Geschwister patzen bei Hebung

Fast noch schlimmer erging es William Beier, der seine Schwester bei einer Hebung ins Kippen und völlig aus dem Rhythmus brachte. "An dieser Stelle ist uns noch nie ein Fehler passiert", sagte die 25 Jahre alte Christina, die dem Malheur, das fünf Punkte kostete, notgedrungen noch etwas Gutes abrang: "Besser hier als in Vancouver."

© SID

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