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23.01.2007

17:42 Uhr

Eiskunstlauf EM

Eiskunstlauf-Paar Savchenko Szolkowy auf Goldkurs

Bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Warschau liegen die Paarläufer Aljona Savchenko/Robin Szolkowy nach dem Kurzprogramm auf Rang eins. Das deutsche Duo führt trotz eines Sturzes knapp vor den Ex-Weltmeistern.

Selbst ein Sturz im Kurzprogramm hat Aljona Savchenko und Robin Szolkowy bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Warschau nicht aus dem Titelrennen geworfen. Die beiden Chemnitzer Paarläufer setzten sich in Warschau trotz eines größeren Fehlers an die Spitze. Zwei Tage nach ihrem 23. Geburtstag kam Savchenko beim dreifachen Wurf-Flip zu Fall.

Ungeachtet ihres Missgeschicks gehen die viermaligen deutschen Meister mit respektablen 65,38 Punkten in die Kür-Entscheidung. Hinter den letztjährigen Vize-Europameistern reihten sich vor knapp 2000 Zuschauern die Ex-Weltmeister Maria Petrowa und Alexej Tichonow aus Russland (62,22) sowie die polnischen Lokalmatadoren Dorota und Mariusz Siudek (57,81) ein.

"Ich bin stinksauer"

Zufrieden mit ihrer Vorstellung waren jedoch weder Trainer Ingo Steuer noch seine Schützlinge, die sichtbar ungehalten das Eis im Torwar-Eispalast verließen. "Ich bin stinksauer", sagte Szolkowy, seine Partnerin ergänzte knapp: "Es war ein blöder Tag." Durch das Missgeschick gleich zu Anfang litt auch der Gesamteindruck der Kurzkür zur Filmmusik "Once upon a time in Mexico".

Auch Steuer schmeckte die Leistung der beiden Sachsen ungeachtet der Platzierung nicht: "Ich bin sehr enttäuscht, denn sie haben nicht gezeigt, was sie können. Wir sind leider noch nicht da, wo wir hinwollen." Dennoch reichte es zur Führung, da keiner der direkten Konkurrenten ein makelloses Programm zeigen konnte.

Im Schatten von Savchenko/Szolkowy kamen die beiden anderen Paare der Deutschen Eislauf-Union (DEU) über Platzierungen im Mittelfeld nicht hinaus. Mit 43,56 Zählern rangieren Rebecca Handke und Daniel Wende (Möhnesee/Essen) zunächst auf Platz zehn, immerhin Sechste sind mit 47,19 Punkten die deutschen Vize-Meister Mari-Doris Vartmann und Florian Just (Düsseldorf/Essen).

Die deutschen Eistanz-Meister Nelli Ziganschina und Alexander Gazsi (Chemnitz/Berlin) hatten schon am Nachmittag erwartungsgemäß Lehrgeld bezahlen müssen. Das in Moskau trainierende Paar nimmt nach dem Pflichttanz unter 27 Paaren den 16. Platz ein.

Bulgaren überraschend vorne

"Wir waren schon ein bisschen nervös", bekannte die gebürtige Russin Ziganschina nach dem Golden Waltz, der als einer der schwierigsten Pflichttänze gilt. Schon bei der Anreise der 19-Jährigen hatte es Probleme gegeben, wegen eines nicht ausreichenden Visums musste die Studentin eine Nacht auf dem Flughafen von Warschau verbringen.

Unabhängig vom Abschneiden bei den europäischen Titelkämpfen in der polnischen Hauptstadt haben Ziganschina und Gazsi ihr Ticket für die WM Ende März in Tokio bereits in der Tasche. Ihre nationalen Konkurrenten Christina und William Beier haben verletzungsbedingt die nach-olympische Saison bereits beendet, wie Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union, bestätigte.

Etwas überraschend liegen die bulgarischen Weltmeister Albena Denkowa und Maxim Stawiski vor dem Originaltanz am Donnerstag (13.30 Uhr) mit 38,56 Punkten nur auf dem dritten Platz. Rang eins mit 39,57 Punkten eroberten die Olympia-Vierten Isabelle Delobel und Olivier Schoenfelder aus Frankreich gefolgt von den Russen Oksana Domnina und Maxim Schabalin (38,99).

Die europäischen Titelkämpfe werden am Mittwoch (12.15 Uhr) mit dem Kurzprogramm der Herren fortgesetzt.

© SID

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