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23.01.2007

09:05 Uhr

Eiskunstlauf EM

Für Savchenko Szolkowy zählt nur der Titel

Alles andere als der Sieg bei der heute beginnenden Eiskunstlauf-EM wäre für die deutschen Paarlauf-Meister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy eine Enttäuschung. "Uns wird keiner aufhalten", sagte Trainer Ingo Steuer.

Mit reichlich Selbstbewusstsein und nur einem Ziel im Kopf gehen Aljona Savchenko und Robin Szolkowy bei den heute beginnenden Eiskunstlauf-Europameisterschaften ins Rennen. "Uns wird keiner aufhalten", versprach Ingo Steuer, Trainer der viermaligen deutschen Paarlauf-Meister aus Chemnitz, 24 Stunden vor dem EM-Auftakt (19.00 Uhr/live bei Eurosport). Die letztjährigen Vize-Europameister sollen und können in Warschau schon im Kurzprogramm den Weg zum ersten deutschen EM-Titel seit zwölf Jahren ebnen.

Kein Blick zurück

Der stasi-belastete Coach, nach zwölf Monaten nicht enden wollender juristischen Streitereien erstmals wieder als offizielles Teammitglied geduldet, war selbst 1995 an der Seite von Mandy Wötzel letzter deutscher Paarlauf-Europameister. Das turbulente vergangene Jahr hat der 40-Jährige ganz bewusst abgehakt: "2006 hat uns kein Glück gebracht, 2007 soll besser werden."

Die Chancen dafür stehen glänzend, denn seine Schützlinge wissen spätestens seit dem Grand-Prix-Finale im Dezember, dass sie sich in Europa eigentlich nur selbst schlagen können. Die russischen Titelverteidiger und Olympiasieger Tatjana Totmianina und Maxim Marinin haben ihre Laufbahn beendet, ihre Landsleute, die Ex-Weltmeister Maria Petrowa und Alexej Tichonow, präsentierten sich zuletzt in schwacher Form. Ebenfalls über ihren Leistungszenit hinaus sind die polnischen Lokalmatadoren Dorota Zagorska und Mariusz Siudek.

"Nicht auf die Anderen schauen"

Savchenko allerdings warnt davor, vor dem Wettkampf zuviel zu rechnen und zu spekulieren: "Wir müssen unsere eigenen Sachen machen und nicht auf die Anderen schauen." Im Sog der beiden Zugpferde aus Sachsen kämpfen Mari-Doris Vartmann und Florian Just (Düsseldorf/Berlin) sowie Rebecca Handke und Daniel Wende (Möhnesee/Essen) um den zweiten deutschen Startplatz für die Welttitelkämpfe Ende März in Tokio.

Ein solches Duell steht auch in der Herren-Konkurrenz zwischen dem alten und neuen deutschen Meister Stefan Lindemann (Erfurt) und seinem jungen Berliner Herausforderer Philipp Tischendorf an. Der 18-Jährige unterlag dem ehemaligen WM-Dritten Lindemann bei den nationalen Titelkämpfen in Oberstdorf knapp und sieht eine Chance, da sein Kontrahent immer noch einem Trainingsrückstand hinterherläuft. Lindemann: "Hundert Prozent Leistung werde ich in Warschau noch nicht bringen können."

DEU-Quartett betritt Neuland

Die übrigen Athleten der Deutschen Eislauf-Union (DEU) können im altehrwürdigen Torwar-Eispalast nur erste internationale Erfahrungen sammeln. Die neue deutsche Meisterin Kristin Wieczorek aus Chemnitz und die Mannheimerin Christiane Berger geben ebenso ihr internationales Debüt wie die deutschen Eistanz-Meister Nailia Ziganschina und Alexander Gazsi (Chemnitz/Berlin). Die Moskauerin Ziganschina hatte Pech bei der Anreise, wegen eines ungültigen Visums musste die 19-Jährige eine Nacht auf dem Warschauer Flughafen verbringen.

© SID

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