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25.01.2007

22:31 Uhr

Eiskunstlauf EM

Lindemann bei Joubert-Triumph Elfter

Brian Joubert hat sich die Krone bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften aufgesetzt. Der Franzose siegte vor dem Tschechen Tomas Verner und dem Belgier Kevin van der Perren. Stefan Lindemann wurde Elfter.

Fitgespritzt hat Stefan Lindemann bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Warschau einen Tag nach dem miserablen Kurzprogramm seine sportliche Talfahrt vorerst stoppen können. Geplagt von heftigen Rückenbeschwerden kämpfte sich der sechsmalige deutsche Meister in der Kür noch vom 17. auf den elften Platz vor und gab mit 176,17 Punkten dem Berliner EM-Neuling Philipp Tischendorf knapp das Nachsehen. Der deutsche Vize-Meister kam mit 162,94 Zählern vor 3 500 Zuschauern auf Rang 15.

Die Goldmedaille ging zum zweiten Mal nach 2004 an Brian Joubert. Der 22 Jahre alte Olympia-Sechste aus Frankreich gewann mit einer souveränen Kür und 227,12 Punkten hochüberlegen vor dem nach dem Kurzprogramm noch führenden Tschechen Tomas Verner (212,69), Rang drei ging an den Belgier Kevin van der Perren (204,85). Titelverteidiger und Olympiasieger Jewgeni Pluschenko aus Russland hat mittlerweile seine Laufbahn beendet, der Schweizer Weltmeister Stephane Lambiel verzichtete wegen Motivationsproblemen auf einen Start in der polnischen Hauptstadt.

Probleme mit dem Rücken

Obwohl Lindemann von der europäischen Spitze noch ein gutes Stück entfernt ist, wertete der Zeitsoldat die EM im Torwar-Eispalast als Schritt in die richtige Richtung. "Wegen des Rückens habe ich schon an Aufgabe gedacht, bin nun aber doch froh, dass ich mich durchgebissen habe", sagte der 26-Jährige, der für sein Durchhaltevermögen mit der Qualifikation für die Welttitelkämpfe Ende März in Tokio belohnt wurde.

Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union, blieben die Probleme Lindemann mit dem dreifachen Axel nicht verborgen, dennoch sah auch er einen Aufwärtstrend bei dem ehemaligen WM-Dritten, der im Herbst mehrere Wochen wegen einer langwierigen Virusinfektion mit dem Training hatte aussetzen müssen: "Der Weg zurück an die Weltspitze ist noch weit, aber Warschau war ein erster Schritt nach vorne."

© SID

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