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20.01.2009

09:08 Uhr

Eiskunstlauf EM

Savchenko Szolkowy nehmen den Hattrick ins Visier

Bei der Eiskunstlauf-EM in Helsinki geht es für die Paarläufer Aljona Savchenko und Robin Szolkowy heute um den dritten Titelgewinn in Folge. Anette Dytrt hat bescheidenere Ziele.

Aljona Savchenko und Robin Szolkowy sind in Helsinki die Favoriten. Foto: AFP SID

Aljona Savchenko und Robin Szolkowy sind in Helsinki die Favoriten. Foto: AFP

Blumen und Schokolade gibt es nicht zum 25. Geburtstag, doch Paarlauf-Weltmeisterin Aljona Savchenko ist heute sowieso mehr an Titeln interessiert. "Ich wünsche mir und uns zwei saubere Programme. Dass wir dann damit gewinnen wollen, ist doch klar", sagte die Chemnitzerin und ließ ihren Blick erwartungsvoll durch die Hartwall-Arena von Helsinki schweifen.

Sollte die gebürtige Ukrainerin zusammen mit Partner Robin Szolkowy bei den Europameisterschaften in der finnischen Hauptstadt den dritten EM-Titel in Folge holen, wären die beiden in der Liga von Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler angekommen. Das einstige Traumpaar war das letzte deutsche Duo, das bei europäischen Titelkämpfen (1962 bis 1964) drei Goldmedaillen hintereinander gewinnen konnte.

Savchenko/Szolkowy lassen das Training ausfallen

Voller Selbstbewusstsein ließen die Schützlinge von Trainer Ingo Steuer das erste offizielle Training ausfallen und betreten erst am Mittag erstmals finnisches Eis. Vielleicht ein gutes Omen, denn genauso lief es bei der EM 2008 in Zagreb, damals allerdings unfreiwillig: Aljonas Schlittschuhe waren seinerzeit auf dem Flug in die kroatische Hauptstadt vorübergehend abhanden gekommen.

Doch wer den strengen Coach der beiden Sachsen kennt, wird nicht an einer soliden Vorbereitung von Savchenko/Szolkowy zweifeln. Steuer: "Wir haben in Chemnitz bis zur Abreise hart gearbeitet, an den Elementen gefeilt und die Programme stabilisiert." Was auch nötig war, denn beim Grand-Prix-Finale in Südkorea mussten sich die sechsmaligen deutschen Meister mit dem dritten Platz hinter zwei chinesischen Paaren begnügen.

Dytrt: "Ich will mich auch mal international beweisen"

Eine Niederlage, die noch immer wurmt, doch bei europäischen Championaten sind die Steuer-Schützlinge normalerweise ungefährdet. Sie dennoch voll zu motivieren, ist für den Coach nach eigenem Eingeständnis eine echte Herausforderung: "Das ist gar nicht so leicht, wenn jemand schon zweimal Europameister war."

Von Medaillen oder gar Titeln nur träumen können derweil die übrigen deutschen EM-Teilnehmer. Die besten Aussichten auf eine respektable Platzierung hat noch die deutsche Meisterin Annette Dytrt, die durch ihren Wechsel zu Trainer Michael Huth in den vergangenen Monaten einen signifikanten Leistungssprung gemacht hat. "Ich will endlich auch mal international beweisen, dass ich alles kann", sagt die Oberstdorferin.

Hermann-Geschwister erstmals auf der großen Bühne

Auf einem ähnlichen Level befindet sich der deutsche Meister Peter Liebers aus Berlin, der ebenfalls mindestens einen Top-Ten-Rang anstrebt. "Das ist zu schaffen", behauptet seine Trainerin Viola Striegler, die in Helsinki auch den letztjährigen deutschen Meister Clemens Brummer (ebenfalls Berlin) betreut.

Für die neuen deutschen Eistanz-Meister Carolina und Daniel Hermann kann es beim EM-Debüt nur darum gehen, weitere internationale Erfahrung zu sammeln. Das Dortmunder Geschwisterpaar hatte sich bei den nationalen Titelkämpfen in Oberstdorf höchst umstritten gegen Nelli Ziganschina und Alexander Gazsi (Chemnitz/Berlin) durchgesetzt.

© SID

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