Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.01.2008

22:20 Uhr

Eiskunstlauf EM

Savchenko und Szolkowy auf dem Weg zum EM-Sieg

Das Eiskunstlauf-Duo Aljona Savchenko und Robin Szolkowy greift bei der Eiskunstlauf-Europameisterschaft erneut nach Gold. Trotz kleinerer Fehler im Kurzprogramm liegen die Deutschen weit vorne.

Aljona Savchenko und Robin Szolkowy sind bei den Eiskunst-Europameisterschaften ihrer Konkurrenz deutlich überlegen. Das deutsche Paar bot zwar keine perfekte Vorstellung, steht aber trotzdem kurz vor einer erfolgreichen Titelverteidigung. Die fünfmaligen deutschen Paarlauf-Meister kamen auf 70,36 Punkte und distanzierten damit die Zweitplatzierten Maria Muchortowa und Maxim Trankow deutlich. Die Russen kamen auf 62,73 Punkte. Dritter sind Tatjana Wolososchar und Stanislaw Morosow aus der Ukraine (61,29).

Zwar strauchelte die gebürtige Ukrainerin Savchenko beim dreifachen Toe-Loop, und auch eine Pirouette war nicht ganz synchron, dennoch waren die beiden Chemnitzer im Sportdom der kroatischen Hauptstadt schon wegen der ausgefeilten und spektakulären Choreographie zu Klängen aus dem Bollywood-Musical "Asoka" eine Klasse für sich.

"Ich bin Perfektionistin, deshalb ärgert mich dieser Fehler", sagte Savchenko, auch die Begeisterung ihres Partners hielt sich ungeachtet der komfortablen Führung vor dem Kür-Finale am Mittwoch (18.30 Uhr) in Grenzen: "Wir wollen nicht einfach nur siegen, sondern mit einer guten Leistung gewinnen."

Trainer Ingo Steuer zufrieden

Überraschenderweise sah Trainer Ingo Steuer die Kurzkür seiner beiden Schützlinge positiver als die Athleten selbst: "Das Gesamtpaket war trotzdem gut. Schließlich sind die Europameisterschaften nur ein Abschnitt auf dem Weg zur WM. Dort sollen Aljona und Robin zwei perfekte Programme abliefern."

Im Sog der sächsischen Grand-Prix-Sieger präsentierten auch die deutschen Vize-Meister Mari Vartmann und Florian Just (Düsseldorf/Essen) ein solides Kurzprogramm, das ihnen einen achtbaren sechsten Platz bescherte. Das von Coach Knut Schubert betreute Duo konnte sich damit gegenüber den deutschen Meisterschaften vor knapp drei Wochen in Dresden deutlich steigern.

Herbe Enttäuschung für Christina und William Beier

Für Christina und William Beier hingegen hatten die europäischen Titelkämpfe bereits am Nachmittag mit einer herben Enttäuschung begonnen. Verletzungsbedingt seit zwei Jahren ohne Auftritt bei einem großen internationalen Championat, reichte es für das Geschwisterpaar aus Dortmund beim Pflichttanz nur zu Rang 16.

An der Spitze zeichnete sich bereits ein Duell zwischen den Titelverteidigern Isabelle Delobel und Olivier Schönfelder sowie den Russen Oksana Domnina und Maxim Schabalin ab. Die Vorjahressieger aus Frankreich kamen mit 41,25 Punkten auf eine neue persönliche Bestleistung, exakt einen Zähler vor den Grand-Prix-Gewinnern. Als Dritte gehen deren russische Landsleute Jana Chochlowa und Sergej Nowitzki (37,37) in den Originaltanz am Donnerstag (13.30 Uhr).

Dort müssen Beier/Beier den verlorenen Boden aus der Yankee Polka wieder gutmachen, wenn sie ihre bislang beste EM-Platzierung (Rang 13) zumindest behaupten wollen. "Die Polka ist nicht unbedingt unser Tanz, deshalb war unsere Punktzahl auch nicht so überragend hoch", erklärte William Beier. Seine Schwester hatte wegen einer langwierigen Entzündung des Gewebes am Fußknöchel mehr als ein Jahr lang nicht trainieren können.

Die EM wird am Mittwoch (12.15 Uhr) mit dem Kurzprogramm der Herren fortgesetzt. Für die Deutsche Eislauf-Union starten die beiden Berliner Debütanten Clemens Brummer und Peter Liebers.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×