Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.01.2010

10:23 Uhr

Eiskunstlauf EM

Steuer erwartet Gold von Savchenko Szolkowy

Nach der überstandenen Erkrankung von Aljona Savchenko, erwartet Eiskunstlauftrainer Ingo Steuer von seinen Schützlingen die Goldmedaillen bei der EM und den Olympischen Spielen.

Hohe Erwartungen an das Duo Savchenko/Szolkowy. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Hohe Erwartungen an das Duo Savchenko/Szolkowy. Foto: Bongarts/Getty Images

Aljona Savchenko ist wieder fit, die Mission Olympia-Gold kann doch noch starten: Gut zwei Wochen nach der Schreckensdiagnose Pfeiffersches Drüsenfieber, das sich später "nur" als ein grippaler Infekt erwies, ist die 25 Jahre alte Paarlauf-Weltmeisterin mit ihrem Partner Robin Szolkowy wieder voll ins Eiskunstlauf-Training eingestiegen. Damit ist auch der Optimismus zurückgekehrt. "Gold in Vancouver ist möglich. Davon bin ich wirklich überzeugt", sagte Trainer Ingo Steuer am Donnerstag dem SID.

Zunächst will das Erfolgspaar bei der am kommenden Dienstag beginnenden EM in Estlands Hauptstadt Tallinn seinen Titel erfolgreich verteidigen. Auch das hat Ingo Steuer voll auf der Rechnung. "Ich habe nach dem ersten Kurzprogramm-Training ein gutes Gefühl und denke, dass die positive Entwicklung jetzt anhält und wir mit dem Sieg in Estland rechnen können", sagte der Coach nach dem ersten vollen Trainingstag in der Chemnitzer Eissporthalle.

"Im Vorfeld gut gearbeitet"

Das war am Dienstag. So richtig zufrieden war der ehemalige Paarlauf-Weltmeister und Olympiadritte Steuer aber dann am Mittwoch. "Da ist Aljona im Training zum ersten Mal wieder die Kür gelaufen, und sie hat dabei einen guten Eindruck hinterlassen", sagte Steuer, für den die Entwicklung keinesfalls überraschend kommt: "Ich habe immer darauf hingewiesen, dass wir im Vorfeld gut gearbeitet haben. Aljona ist routiniert, sie zehrt von ihren Ressourcen und kann so eine Pause schnell verarbeiten."

Die Zeit drängt nach der Erkrankung der gebürtigen Ukrainerin. Die dreimaligen Europameister Savchenko/Szolkowy konnten nicht wie geplant an einer Schaulauftournee zwischen Weihnachten und Silvester mit Stationen in Regensburg, Bozen und Oberstdorf teilnehmen. Auf die deutschen Meisterschaften am vierten Adventswochenende hatten sie verzichtet und stattdessen das Training intensiviert. "Wir mussten etwas ändern und neue Reize setzen", sagte Steuer.

Neue musikalische Untermalung

Sportlich hatte das Paar im olympischen Winter zuvor einige Rückschläge hinnehmen müssen. Nach einem sportlichen Einbruch beim Grand-Prix-Wettbewerb im Oktober in Paris hatten die beiden Sachsen ihre neue Kür zur Fußball-Hymne "You"ll never walk alone" stark modifiziert, nunmehr wird das Programm von der Filmmusik "Jenseits von Afrika" untermalt.

Aber auch nach diesen Änderungen kamen die Olympiasechsten von Turin beim Grand-Prix-Finale im Dezember in Tokio nicht über den dritten Platz hinaus. Zweifel kamen auf, ob Savchenko/Szolkowy in Vancouver die in Tokio vor ihnen platzierten Chinesen Shen Xue/Zhao Hongbo und Pang Qing/Tong Jian in Kanada hinter sich lassen können. Dazu Steuer: "Sie schaffen das, daran glaube ich fest." Zumindest sein Optimismus ist schon Gold wert.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×