Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.01.2010

15:41 Uhr

Eisschnelllauf EM

Anschütz-Thoms lauert auf EM-Medaille

Bei der Eisschnelllauf-EM im norwegischen Hamar liegt Daniela Anschütz-Thoms nach zwei von vier Läufen auf Platz vier und hat damit weiterhin Chancen auf eine Medaille.

Zur Halbzeit auf Platz vier: Daniela Anschütz-Thoms. Foto: AFP SID

Zur Halbzeit auf Platz vier: Daniela Anschütz-Thoms. Foto: AFP

Die deutsche Serie im "Wikingerschiff" ist so gut wie gerissen, doch nach einem durchwachsenen Auftakt hat Daniela Anschütz-Thoms bei der EM in Heerenveen zumindest ihre Medaillenchance gewahrt. In Abwesenheit der gesperrten Titelverteidigerin Claudia Pechstein belegt die Team-Olympiasiegerin aus Erfurt nach den Plätzen zehn (500 m) und vier (3 000 m) zur Halbzeit des Vierkampfes den vierten Gesamtrang und hat vor dem 1 500-m-Lauf am Sonntag nur fünf Hundertstelsekunden Rückstand auf die drittplatzierte Russin Jekaterina Lobyschwewa.

In den Kampf um Gold kann die Vorjahreszweite Anschütz-Thoms aber wohl nicht mehr eingreifen. Spitzenreiterin Martina Sablikova und Ireen Wüst aus den Niederlanden haben auf den Plätzen eins und zwei bereits einen großen Vorsprung. Schon zur Halbzeit des Vierkampfes scheint damit klar, dass es bei der vierten EM in Hamar erstmals keine deutsche Siegerin geben wird. 2006 hatte Pechstein im "Wikingerschiff" gewonnen, 2000 Anni Friesinger-Postma, die keine großen Mehrkämpfe mehr läuft, und 1994 Gunda Niemann-Stirnemann.

"Ich laufe hier direkt aus dem Training heraus. Dass ich keine Superzeiten laufen würde, war klar, denn wir haben zwei Wochen lang knallhart trainiert", sagte Anschütz-Thoms, für die die EM in der olympischen Saison ohnehin "keinen Stellenwert' besitzt: "Wenn aber alles so weiterläuft, dann ist ja sogar noch Bronze drin. Sablikova und Wüst sind aber nicht mehr einzuholen."

Beckert läuft auf Platz drei

Für das beste Einzelergebnis aus deutscher Sicht sorgte am Samstag Stephanie Beckert, die in 4:08,76 Minuten über 3 000 m zwar das direkte Duell gegen Sablikova (4:03,09) verlor, aber immerhin hinter der Niederländerin Ireen Wüst und vor Anschütz-Thoms Dritte wurde. Da die 21 Jahre alte Langstreckenspezialistin aber erwartungsgemäß große Probleme über 500 m hatte und dort Letzte wurde, belegt Beckert einen Platz hinter der Berlinerin Isabell Ost den 19. Gesamtrang.

"Jeder weiß, dass ich die 500 m nicht kann. Das wird vielleicht irgendwann nochmal besser, aber im Moment ist dies der Rahmen meiner Möglichkeiten", sagte die 21-Jährige Beckert. Mit dem 3 000-m-Rennen war sie "zufrieden, wenn man bedenkt, wie hart wir trainiert haben". Sablikova, die Beckert in dieser Saison schon zweimal geschlagen hat, sei aber momentan "eine Klasse für sich".

Die Entscheidung fällt am Sonntag nach dem Rennen über 1 500 und 5000m.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×