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10.01.2006

12:31 Uhr

Eisschnelllauf Olympia

Friesinger hadert mit Olympia-Vorbereitung

Nach ihrem verletzungsbedingten EM-Verzicht hat Anni Friesinger negative Auswirkungen für die Olympischen Winterspiele in Turin nicht ausgeschlossen. Die Eisschnellläuferin sieht ihre Vorbereitung gestört.

Anni Friesinger hofft, dass ihr verletzungsbedingter EM-Verzicht keine negativen Folgen für die Olympischen Spiele in Turin (10. bis 26. Februar) haben wird. Die Eisschnelllauf-Olympiasiegerin sieht ihre Vorbereitung auf die Wettkämpfe in Italien jedoch massiv gestört. "Das ist schon eine Störung der kompletten Olympia-Vorbereitung. Negativ ist, dass mir die Wettkampfpraxis und möglicherweise auch ein Erfolgserlebnis fehlen", meinte die Doppel-Weltmeisterin in Erfurt, wo am Montag ein erster Test nach ihrer Verletzung nicht den Erwartungen entsprechend verlief.

EM-Verzicht tut Friesinger "im Herzen weh"

"Der Eiskontakt ist einfach noch nicht richtig da. Es hilft alles nichts, die Gesundheit geht vor. Aber das tut mir im Herzen weh. Bei der EM in Hamar wollte ich meinen Titel verteidigen, und ich liebe den Mehrkampf", sagte Friesinger.

Die 28-Jährige hatte sich am 2. Januar bei einem Trainingsunfall auf ihrer Heimbahn in Inzell mit der eigenen Schlittschuhkufe eine Fleischwunde im Bereich der rechten Achillessehne zugefügt. Daraufhin sagte sie zunächst ihre Teilnahme an den deutschen Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Erfurt und am Montag auch ihren Start bei der EM sowie der Sprint-WM in Heerenveen (21./22. Januar) ab.

Friesinger, der voraussichtlich Ende der Woche die Fäden an der Wunde gezogen werden, konnte auch am Dienstag noch nicht wieder auf dem Eis trainieren und hielt sich wie in den Tagen zuvor auf dem Rad und im Kraftraum fit.

Die Wahl-Salzburgerin hatte in den vergangenen vier Jahren die Mehrkampf-EM für sich entschieden und gilt neben der Kanadierin Cindy Klassen als beste Allrounderin der Welt. Trainer Markus Eicher hatte keine Zweifel, dass sein Schützling in Hamar erneut ganz oben gestanden hätte. "Bei allem Respekt vor den anderen Läuferinnen, aber wer soll Anni denn im Mehrkampf in Europa schlagen?", hatte Eicher vor Friesingers Verletzung gesagt.

Nach ihrer Absage gehen die viermalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein und Daniela Anschütz-Thoms, bei der EM im Vorjahr in Heerenveen Zweite hinter Friesinger, als Mitfavoritinnen ins Rennen.

© SID

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