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01.01.2007

12:48 Uhr

Eisschnelllauf WM

Friesinger peilt Titel bei Sprint-WM an

Anni Friesinger will ihrer Sammlung einen weiteren Titel einverleiben und zum ersten Mal in ihrer Karriere eine Sprint-WM gewinnen. Die frisch gekürte Mehrkampf-Meisterin kündigte einen Start im norwegischen Hamar an.

Die Mehrkampf-DM der Eisschnellläufer in Berlin ist mit mit vier Siegen in vier Läufen für Anni Friesinger schon Geschichte. Jetzt peilt sie einen weiteren Meilenstein an. "Ich werde bei der Sprint-WM in Hamar starten. Dieser Titel fehlt mir noch und liegt mir sehr am Herzen", sagt die 29 Jahre alte Inzellerin und lüftete das lang gehütete Geheimnis um ihren Terminkalender im Januar.

Die Team-Olympiasiegerin hat in ihrer Laufbahn alle wichtigen Titel gewonnen, nur bei einer Sprint-WM stand sie noch nie ganz oben. "Es kam immer irgendwas dazwischen. Eine Verletzung oder andere Wettkämpfe", erinnert sich Friesinger. Erst einmal nahm sie bislang an der Sprint-WM teil und musste sich 2004 in Nagano/Japan hauchdünn der Niederländerin Marianne Timmer geschlagen geben.

"Dieses Mal habe ich gute Chancen"

"Dieses Mal habe ich gute Chancen. Die Niederländerinnen sind nicht so stark. Marianne Timmer war zuletzt oft krank. Und Ireen Wüst wird an den 500m scheitern", sagt Friesinger. Informationen über die aktuelle Form der Konkurrenz aus dem Nachbarland erhält sie aus erster Hand von ihrem niederländischen Trainer Gianni Romme.

Ihr starker Auftritt bei der DM kurz vor Jahresende in Berlin hat der Inzellerin letzte Zweifel an den Siegchancen auf den Kurzstrecken über 500 und 1000m genommen. "Ich bin super drauf und habe bewiesen, dass ich im Sprint stark sein kann", sagte Friesinger. Im steten Wechselspiel zwischen den Distanzen sieht die Spezialistin über 1500m eine Herausforderung und hält anders als viele Kolleginnen große Stücke auf einen Mehrkampf-Wettkampf: "Allround ist für mich die Königsdisziplin. Das ist das Schönste, das Wichtigste."

Bei der Mehrkampf-DM in Berlin gab Friesinger eine Kostprobe ihrer Flexibilität und gewann auf allen vier Disziplinen (500, 1 500, 3 000 und 5000m) ohne Probleme. Selbst die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein hatte auf deren Paradestrecke über 5000m, auf der die Berlinerin den Weltrekord hält, keine Chance und musste sich am Ende mit Platz zwei begnügen.

Sprint-WM schließt Mehrkampf-EM aus

Den letzten Schliff für Hamar (20./21. Januar) will sich Friesinger auf der Freiluftanlage in Klobenstein/Südtirol holen, wo vom 12. bis zum 14. Januar auch die Mehrkampf-EM stattfindet. "Ich werde bis zu Beginn der EM auf der Bahn trainieren und an einigen technischen Feinheiten feilen", sagte die Bayerin, die sich zudem bei Dauerläufen und Radtouren entspannen will. "Wir müssen noch die Müdigkeit aus ihren Beinen bekommen", sagt Coach Romme.

Friesingers Start bei der Sprint-WM schloss eine Teilnahme an der Mehrkampf-EM, für die sie auch qualifiziert war, aus. Dort werden neben Team-Olympiasiegerin Pechstein noch Daniela Anschütz-Thoms (Erfurt), Lucille Opitz (Berlin) und Katrin Mattscherodt (Berlin) an den Start gehen. Die beiden Herren-Tickets erhielten der in Berlin frisch gekürte deutsche Mehrkampf-Meister Tobias Schneider (Berlin) und Stefan Heythausen (Grefrath).

Eine Woche darauf werden bei der Sprint-WM neben Friesinger die Berlinerin Jenny Wolf und die Erfurterin Pamela Zoellner laufen. Die vierte Starterin wird noch ermittelt. Bei den Herren gehen der neue deutsche Sprintmeister Samuel Schwarz (Berlin) und Jan Friesinger (Inzell) an den Start.

© SID

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