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21.01.2006

17:25 Uhr

Eisschnelllauf WM

Nur Jenny Wolf glänzt in Heerenveen

Am ersten Tag der Sprint-WM in Heerenveen hat aus deutscher Sicht nur Jenny Wolf für ein herausragendes Ergebnis gesorgt. Über die 500-m musste sich Wolf nur Einzelstrecken-Weltmeisterin Wang Manli geschlagen geben.

Die Berlinerin Jenny Wolf hat am ersten Tag der Sprint-WM in Heerenveen für das einzige herausragende Ergebnis der deutschen Eisschnellläuferinnen gesorgt. Doch auch nach einem zweiten Platz der Weltcup-Führenden über die 500 m zum Auftakt haben die deutschen Sprinterinnen in Abwesenheit der verletzten Olympiasiegerin Anni Friesinger schon nach zwei von vier Rennen alle Chancen auf eine Top-Platzierung im Gesamtklassement vergeben.

Über die 500-m-Distanz musste sich Wolf in 38,33 Sekunden nur Einzelstrecken-Weltmeisterin Wang Manli aus China (38,31) geschlagen geben. Nach ihrem erfolgreichen Auftakt zeigte Wolf aber als 21. über 1 000 m wie erwartet Schwächen und belegt im Gesamtklassement nach dem ersten Tag als beste Deutsche Platz zwölf (78,13 Punkte).

"Es ist noch nicht alles im grünen Bereich"

"Es ist noch nicht alles im grünen Bereich. Ich fühle mich beim Aufwärmen müde, und auf der Wechselgeraden und am Kurveneingang gibt es noch viel zu verbessern", meinte Wolf, die über 500 m in 10,37 Sekunden allerdings die mit Abstand beste Startzeit verbuchte. Im zweiten Rennen über die ungeliebten 1 000 m war die Literaturstudentin dann "froh, nicht letzte geworden zu sein". Zur "Halbzeit" in Führung liegt die Russin Swetlana Schurowa (76,95) vor der Niederländerin Marianne Timmer (77,07) und Wang Manli (77,17). 1 000-m-Siegerin Chiara Simionato aus Italien belegt Platz vier (77,315). Zumindest etwas Grund zur Freude hatte Judith Hesse. Die Erfurterin belegte über 500 m Platz 13 und schaffte damit auf der kurzen Distanz die erste Hälfte der Olympia-Norm. Um noch ein Ticket für die Winterspiele in Turin (10. bis 26. Februar) zu erhalten, muss Hesse in Heerenveen auch am zweiten Tag über 500 m unter die besten 16 kommen. Über 1 000 m verpasste sie die erste Teilnorm auf Rang 17 knapp.

Sabine Völker noch nicht fit

Team-Weltmeisterin Sabine Völker, die bei der WM im Vorjahr in Salt Lake City Dritte geworden war, lief nach krankheitsbedingten Rückschlägen ihrer Form hinterher. Platz 16 über 500 m und Rang 15 über die doppelte Distanz stellten die Erfurterin nicht zufrieden: "Der Körper reagiert noch nicht wie gewohnt." Die Erfurterin Pamela Zoellner musste wegen einer Mandelentzündung den Start in Heerenveen kurzfristig absagen. Die Weißrussin Anschelika Kotjuga, die sich nach einer Dopingsperre ihren Start in den Niederlanden mit einer einstweiligen Verfügung vor dem internationalen Sportgericht (CAS) in Lausanne erstritten hatte, belegte zwar nur die Plätze 23 bzw. 20, erreichte aber über beide Strecken die internationale Normzeit für einen Olympia-Start.

Letzte deutsche Weltmeisterin im Sprint-Vierkampf war 2003 Monique Garbrecht-Enfeldt. Die Berlinerin, die diesen Titel insgesamt fünfmal gewann, hatte Anfang Dezember 2005 ihre Karriere beendet.

© SID

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