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17.01.2009

09:23 Uhr

Eisschnelllauf WM

Wolf hofft auf Gold bei Sprint-WM

Eisschnellläuferin Jenny Wolf will bei der Sprint-WM in Moskau ihren Titel erfolgreich verteidigen. Anni Friesinger gibt sich vor ihrem Comeback dagegen zurückhaltend.

Jenny Wolf ist fit für die Sprint-WM. Foto: AFP SID

Jenny Wolf ist fit für die Sprint-WM. Foto: AFP

Jenny Wolf hat Gold im Blick, Anni Friesinger freut sich einfach nur auf ihr Comeback: Die beiden deutschen Eisschnelllauf-Stars gehen mit völlig unterschiedlichen Zielen in die Sprint-WM an diesem Wochenende in Moskau. Während Friesinger nach 314 Tagen ohne großen Wettkampf die Medaillen "völlig außer Reichweite" sieht, glaubt Wolf fest an ihre Chance auf eine erfolgreiche Titelverteidigung.

"Ich bin fit, ich habe gut trainiert, ich bin da, wo ich sein will. Mein Ziel ist eine Top-3-Platzierung, aber wenn ich über 500 Meter einen Vorsprung herauslaufen kann, ist der Sprung nach ganz oben nicht unrealistisch", sagt die Weltrekordlerin aus Berlin vor dem Vierkampf (2x500m, 2x1000m) in der russischen Hauptstadt.

Ein Jahr nach ihrem überraschenden Sieg gegen Friesinger in Heerenveen hat Wolf allen Grund, selbstbewusst in die Titelkämpfe zu gehen. Den 500-Meter-Weltcup dominiert sie nach Belieben, selbst über die ungeliebte doppelte Distanz könnte sie längst ganz vorne mitlaufen. Die 1:17,57 Minuten, die sie bei ihrem einzigen 1 000-Meter-Start in diesem Winter in Nagano Mitte Dezember in der schwächeren B-Gruppe gelaufen war, hätten im A-Rennen für Platz drei gereicht.

Sturz beim Weltcup hat Wolf abgehakt

"Diese 1 000 Meter haben weh getan, ich hoffe, es wird in Moskau leichter. Aber seitdem weiß ich, dass ich auf einem guten Niveau bin", sagte die 29-Jährige, die am 31. Januar runden Geburtstag feiert. Den Sturz über 500 Meter beim selben Weltcup hat sie weggesteckt: "Das ist doch schon ewig her und längst abgehakt."

Als größte Konkurrentinnen nennt Wolf die Chinesin Wang Beixing, die sich in den Weltcups seit Monaten nicht hat blicken lassen, und die Niederländerin Annette Gerritsen. Anni Friesinger hat sie nicht auf dem Zettel: "Die 1 000 Meter funktionieren bei ihr wieder, aber über 500 Meter wird ihr noch etwas fehlen."

Friesinger hofft auf Podestplatz

Friesinger will ihr da nicht widersprechen. "Zunächst einmal freue ich mich, dass ich mich wieder mit den Besten messen darf", sagte die 32-Jährige, die im März ihr letztes internationales Rennen (WM-Titel über 1 000 Meter) bestritten und sich im Juli einer Meniskus-Operation unterzogen hatte: "Für eine ordentliche 500-Meter-Zeit bin ich am Start noch zu langsam, aber über 1 000 Meter könnte es was werden mit dem Stockerl. Damit wäre ich schon zufrieden."

Dieser Podestplatz liegt für die 15-malige Weltmeisterin nicht außer Reichweite. In einem Testrennen auf der Freiluftbahn in Klobenstein lief sie vor gut zwei Wochen hervorragende 1:17,75 Minuten.

Doch wenn die Post über die halbe Distanz so richtig abgeht, kann Friesinger noch nicht mithalten. Dass auf der extrem schnellen Hallenbahn in Moskau der Weltrekord fallen könnte, glaubt die Halterin (37,02 Sekunden) allerdings nicht. Wolf: "Das Eis ist zwar schnell, aber so schnell wohl auch nicht. Ich denke, eine 37,40 oder eine 37,30 sind möglich."

© SID

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