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03.01.2010

12:00 Uhr

EM

Handballer stapeln tief

VonThomas Mersch

Bundestrainer Heiner Brand nimmt ab dem 19. Januar bei der EM in Österreich den nächsten großen Anlauf auf einen Titel. Mit Polen, Slowenien und Schweden wartet in Innsbruck eine schwere Vorgruppe auf die Deutschen.

KÖLN. Kurz sah es so aus, als würde Heiner Brand die Sportart wechseln. Mit erhobener Faust schritt der Handballbundestrainer bei der WM 2009 auf die Schiedsrichter zu, nachdem seine Mannschaft gegen Norwegen mit 24:25 verloren hatte. Kurz vor Schluss ließen die Unparteiischen den Rechtsaußen Christian Schöne einen Einwurf so oft wiederholen, bis die Zeit abgelaufen war. Zur Boxeinlage kam es zum Glück nicht.

Reue deutete Brand später bestenfalls an. "Die Faust war vielleicht ein Fehler", sagte der damals 56-Jährige. "Sie war nicht passend für mein Alter." Platz fünf sprang für sein Team nach einem Abschlusserfolg gegen Ungarn heraus.

Den nächsten Anlauf auf einen großen Titel nimmt Brand ab dem 19. Januar bei der EM in Österreich. Polen, Slowenien und Schweden heißen die ersten Gegner in Innsbruck. "Wir haben die schwierigste Gruppe", sagt Brand und stapelt tief: Ein Ausscheiden in der Vorrunde sei durchaus möglich. Zumal Leistungsträger schon wegen Verletzungen abgesagt haben - darunter der wurfgewaltige Pascal Hens und der abwehrstarke Sebastian Preiß. Beide waren beim WM-Titelgewinn 2007 dabei.

DHB-Präsident Ulrich Strombach gibt sich weniger bescheiden: Als Minimalziel hat er das Erreichen des Halbfinales ausgerufen - für Brand wäre das jedoch ein "kleines Wunder". Noch könne sein Team nicht mit Favoriten wie Frankreich oder Kroatien mithalten. Dabei zeigt die junge Mannschaft eine gute Frühform. Beim Supercup im November holte sie den Titel.

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