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08.09.2013

10:40 Uhr

Entäuschung in Istanbul

Keine Spiele auf zwei Kontinenten

Trauer in der Türkei über die Entscheidung des IOC, die Spiele 2020 nach Tokio zu vergeben.: Zum fünften Mal ist die türkische Metropole mit ihrer Bewerbung gescheitert ist, entsprechend groß ist die Enttäuschung.

Fassungslosigkeit herrschte auf Istanbuls Straßen nach der Entscheidung des IOC gegen die türkische Metropole. Reuters

Fassungslosigkeit herrschte auf Istanbuls Straßen nach der Entscheidung des IOC gegen die türkische Metropole.

IstanbulIn Istanbul ist die Hoffnung auf Olympische Spiele in der Stadt erneut geplatzt. Nachdem die türkische Metropole am Samstag zum fünften Mal mit ihrer Bewerbung gescheitert ist, herrscht bei den Fans der Spiele riesengroße Enttäuschung.

„Wir gratulieren Tokio zu dem Sieg im Wettbewerb um die Olympischen Spiele 2020“, teilte das türkische Bewerberteam über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan erklärte, die Entscheidung müsse akzeptiert werden.

Tausende Menschen, die am Abend in der türkischen Metropole der Entscheidung entgegenfieberten, reagierten enttäuscht. Nachdem über Stunden vor Großleinwänden getanzt und türkische Fahnen geschwenkt worden waren, gab es lange Gesichter.

Die Bekanntgabe des Gewinners war in Istanbul auf mindestens neun Plätzen – darunter in Sultanahmet neben der Hagia Sophia, auf dem Taksim-Platz sowie am Ufer des Bosporus – live übertragen worden. Zwischenzeitlich war bereits Jubel aufgekommen, als sich Istanbul in der notwendig gewordenen Stichwahl der beiden Verlierer des ersten Wahlgangs gegen Madrid durchsetzte.

Einige türkische Unterstützer hatten das so verstanden, dass Istanbul bereits den Zuschlag für die Spiele bekommen habe und jubelten. IOC-Präsident Jacques Rogge musste für Klarheit sorgen und erklären, dass sich die türkische Metropole damit lediglich das Recht erkämpft habe, noch einmal gegen den Sieger des ersten Wahlgangs, Tokio, antreten zu dürfen.

Erdogan sagte Minuten nach der Niederlage, schon der Einzug in die Endrunde sei ein Erfolg, wie türkische Medien berichteten. „Ich bin nur traurig, dass das ausgewählte Land die Spiele schon einmal ausgerichtet hat“, so der Ministerpräsident. Eine bessere Entscheidung sei möglich gewesen. Die Türkei werde sich nun darauf konzentrieren, sportlich möglichst erfolgreich zu sein. Istanbul hatte damit geworben, die Spiele erstmals auf zwei Kontinenten ausrichten zu können.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Freiheit

08.09.2013, 10:54 Uhr

Na bis 36 dauert es ja noch. Wahrscheinlich sind dann in Istanbul auch keine israelischen Sportler zugelassen.

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