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19.01.2005

14:22 Uhr

Entscheidungen für's Leben treffen

Laufen für das Lebensglück

VonFriedhard Teuffel

In einer Reha-Klinik kämpft Eisschnellläuferin Gunda Niemann-Stirnemann für ihr letztes großes Ziel: die Olympiateilnahme in Turin.

Gunda Niemann-Stirnemann arbeitet für ihr Comeback. Foto: dpa

Gunda Niemann-Stirnemann arbeitet für ihr Comeback. Foto: dpa

BERLIN. Gunda Niemann-Stirnemann befindet sich gerade in der richtigen Umgebung, um Entscheidungen fürs Leben zu treffen. Für ein paar Wochen hält sie sich in einer feinen Reha-Klinik am Chiemsee auf. Wenn nicht gerade eine Therapieeinheit für ihren entzündeten Rücken läuft, hat die Eisschnellläuferin genügend Zeit zum Nachdenken. "Ich habe immer noch das ferne Ziel Olympia", sagt die Thüringerin. 2006 in Turin will sie noch einmal laufen. Dann ist sie 39 Jahre alt.

Dabei hätte sich die dreifache Olympiasiegerin am Chiemsee durchaus zum Abschied vom Spitzensport entschließen können. Was soll schließlich noch kommen an Ruhm und Ehre? Sie ist zur Eisschnellläuferin des vergangenen Jahrhunderts gewählt worden, die Eishalle in ihrer Heimatstadt Erfurt trägt ihren Namen, und als erste Frau hat sie die Ehrenbürgerwürde von Erfurt erhalten.

Wegen der Entzündung im Rücken muss sie auf die ganze Saison verzichten. Knapp zwei Wochen Behandlung hat sie in der Klinik hinter sich, geholfen hat es nicht besonders: "Es gibt noch gar keine Besserung." Dennoch arbeitet sie an ihrer Rückkehr, und ihre Motivation dafür klingt wie aus einem Ratgeber Lebensglück: "Faszination, Leidenschaft, Liebe für den Sport, wieder mittendrin sein."

Im Herbst will sie ein Comeback versuchen, es wäre bereits ihr zweites. Eigentlich wollte sie schon bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City die letzten Runden drehen. Doch in der Vorbereitung wurde Gunda Niemann-Stirnemann schwanger, im Mai 2002 brachte sie ihre Tochter Victoria zur Welt.

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