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30.01.2005

15:22 Uhr

Ertl bei Pärson-Sieg gestürzt

Gerg erlebt wieder Debakel

Hilde Gerg - die große deutsche Medaillenhoffnung - ist von ihrem Trauma eingeholt worden und hat zum Start der alpinen Ski-Weltmeisterschaften wie vor zwei Jahren im Super-G ein Debakel erlebt.

Hilde Gerg ärgert sich am Sonntag beim Super-G über ihren 13. Platz. Foto: dpa.

Hilde Gerg ärgert sich am Sonntag beim Super-G über ihren 13. Platz. Foto: dpa.

HB SANTA CATERINA/BORMIO. Bei einem kuriosen Rennen in Santa Caterina (Italien) wurde die 29-Jährige am Sonntag in 1:19,07 Minuten nur 13. und fuhr somit deutlich am angestrebten Edelmetall vorbei. "Ich bin natürlich enttäuscht. Es ist schade, aber ich kann es nicht ändern. Jetzt muss ich es in der Abfahrt richten", sagte Hilde Gerg. Schmerzhaft endete der WM-Auftakt für Martina Ertl, die schon nach 14 Sekunden stürzte.

Für die deutschen Ski-Damen setzte sich auf der neuen Piste eine fast beängstigende Serie an Fehlschlägen bei Großereignissen seit Olympia 2002 fort. Doch diesmal scheiterten alle Favoritinnen. Nur die höchstens als Außenseiterin gehandelte Schwedin Anja Pärson kam mit dem Kurs perfekt zu recht und wurde in 1:17,64 Minuten durch ihren ersten Super-G-Sieg gleich Weltmeisterin. "Das ist unglaublich. Das hätte ich nie erwartet. Ich dachte Hilde würde gewinnen", sagte Pärson, die nach Gold im Riesenslalom 2003 und im Slalom 2001 ihren dritten WM-Titel holte. Silber und Bronze gingen ebenso überraschend an die Italienerin Luccia Reccia (1:18,09) und die Amerikanerin Julia Mancuso (1:18,40).

Nach dem Desaster von St. Moritz 2003 - als sie zum Auftakt der letztlich medaillenlosen Titelkämpfe im Super-G nur 20. geworden war - wollte es Hilde Gerg diesmal unbedingt besser machen und dem deutschen Team mit dem möglichen 100. WM-Edelmetall einen Einstand nach Maß bescheren. Am Ende blieb aber wieder nur Frust. "Ich habe oben einen Fehler gemacht und ganz viel Schwung verloren. Ich habe überlegt, ob ich gleich abschwingen soll. So hatte ich aber wenigstens ein Training für die Abfahrt", sagte die WM-Dritte von 1997 und 2001 mit Blick auf ihr letztes WM-Einzelrennen am kommenden Sonntag.

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