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23.03.2014

20:22 Uhr

Evi Sachenbacher-Stehle

„Nahrungsergänzungsmittel war schuld“

Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle hat sich erstmals öffentlich zu ihrer positiven Dopingprobe geäußert. Es sei klar, dass ein Nahrungsergänzungsmittel den Schlamassel verursacht habe. Jetzt erwartet sie ihre Strafe.

Evi Sachenbacher-Stehle zeigt sich vom Ergebnis erleichtert: „Das macht mich jetzt in erster Linie schon mal ganz froh.“ dpa

Evi Sachenbacher-Stehle zeigt sich vom Ergebnis erleichtert: „Das macht mich jetzt in erster Linie schon mal ganz froh.“

SalzburgEvi Sachenbacher-Stehle hat ihr Schweigen gebrochen. 29 Tage nach ihrem positiven Doping-Befund bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi äußerte sich die Biathletin erstmals persönlich in der Öffentlichkeit. Nach einer über siebenstündigen Anhörung am Samstag vor dem Anti-Doping-Panel des Biathlon-Weltverbandes IBU sagte die 33-Jährige dem Bayerischen Rundfunk: „Es ist definitiv gesichert, dass es dieses Nahrungsergänzungsmittel war. Das macht mich jetzt in erster Linie schon mal ganz froh.“

So richtig froh sah die zum Biathlon gewechselte zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin aber nach dem Anhörungsmarathon am IBU-Verbandssitz in der Salzburger Peregrinstraße nicht aus. Der Sportsoldatin droht eine Sperre von bis zu zwei Jahren. Und dann wäre die Sportkarriere wohl beendet. „Ich denke, alles passiert aus irgendeinem bestimmten Grund. Und für irgendwas ist alles gut. Auch wenn ich im Moment noch nicht weiß, für was das gut ist. Ich hoffe, dass ich es irgendwann erfahre. Und dann alles wieder gut ist“, gab sie sich philosophisch.

Beim Weltcup-Finale in Oslo kündigte Peer Lange, der IBU-Mediendirektor, am Sonntag an: „Nachdem die Entscheidung getroffen ist, gibt es eine Mitteilung. Über Zwischenschritte berichten wir nicht.“ Sachenbacher-Anwalt Marc Heinkelein meinte: „Wir müssen jetzt einfach abwarten. Ich denke, die Entscheidung wird in einigen Wochen kommen.“

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Die Gastgeber stellten bei der Olympiade in Sotschi mit 33 Medaillen das erfolgreichste Team. Ob dabei alles mit rechten Dingen zuging, ist fraglich. Laut WDR sollen Sportler seit Jahren mit einem Edelgas gedopt haben.

Ernst, aber gefasst gab Sachenbacher-Stehle Auskunft über ihre Gefühlslage. „Ich selber habe erst einmal ziemlich lange gebraucht, um mit der ganzen Situation klarzukommen. Ich selbst war am meisten geschockt über diesen positiven Test. Weil ich überhaupt keine Erklärung dafür gehabt habe, wo dieser positive Test herkommen kann. Dementsprechend ist erst einmal die ganze Welt für mich zusammengebrochen.“

Mittlerweile sei man aber einen Schritt weiter. „Sie haben diese Substanz in meinem Nahrungsergänzungsmittel gefunden. Unabhängig nachbestellte Vergleichsproben haben ein positives Ergebnis gegeben“, sagte sie. Bereits bei der Anhörung vor der Disziplinarkommission des IOC in Sotschi hatte Sachenbacher-Stehle angegeben, die nur im Wettkampf verbotene Substanz Methylhexanamin unbewusst über ein Nahrungsergänzungsmittel, das sie von einem privaten Ernährungsberater erhalten habe, aufgenommen zu haben.

Kommentare (1)

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24.03.2014, 09:04 Uhr

Da gibt es für mich keine Ausreden, wer mit Doping erwischt wird, sollte mit sofortiger Wirkung (natürlich wenn es zu 100% Doping war) alle Medaillen aberkannt bekommen, und für mindestens 10 Jahre vom professionellen Sport gesperrt werden! Es gibt im Spitzensport kein "versehen" oder irgendwelche "private Berater", da steht so viel Geld dahinter es könnte und sollte alles überprüft werden. Hier auf der ISPO Community sind die Leute der gleichen Meinung: http://bit.ly/Sachenbacher-Stehle
Denke nur mit solch drastischen Maßnahmen kann man dem Dopingmißbrauch entgegenwirken.

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