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07.02.2016

18:31 Uhr

Fed-Cup-Niederlage gegen die Schweiz

Kerber und Co. bangen um den Klassenerhalt

Quelle:SID

Die deutschen Tennisfrauen um Melbourne-Siegerin Angelique Kerber haben im Fed Cup gegen die Schweiz mit 2:3 verloren und müssen um den Klassenerhalt in der Weltgruppe bangen.

Die deutsche Tennisspielerin Angelique Kerber ging im Fed-Cup-Viertelfinale Deutschland - Schweiz in Leipzig  enttäuscht vom Platz. dpa

Fed-Cup-Viertelfinale Deutschland - Schweiz

Die deutsche Tennisspielerin Angelique Kerber ging im Fed-Cup-Viertelfinale Deutschland - Schweiz in Leipzig enttäuscht vom Platz.

LeipzigAngelique Kerber nahm keine Rücksicht mehr auf ihren geschundenen Körper, immer wieder sprang die neue deutsche Tennisheldin auf und feuerte ihre Teamkolleginnen an. Die Aura der Grand-Slam-Siegerin übertrug sich jedoch nicht auf Andrea Petkovic und Anna-Lena Grönefeld. Das Duo verlor das entscheidende Doppel gegen die Schweiz, nach der 2:3-Niederlage droht den deutschen Fed-Cup-Frauen der Abstieg aus der Weltgruppe. Es wäre ein herber Dämpfer für die Euphorie, die Kerber mit ihrem Triumph in Melbourne ausgelöst hatte, ihr Erfolg wurde zumindest in Leipzig zum Fluch.

Die Weltranglistenzweite hatte in ihrem zweiten Einzel den Strapazen der vergangenen Tage Tribut gezollt: Jetlag, Party- und Medienmarathon hatten ihre Spuren hinterlassen. Kerber, die am Samstag gegen Timea Bacsinszky noch deutlich gewonnen hatte, meinte: „Mein Akku war leer.“ Gegen die überragende Belinda Bencic unterlag sie von Oberschenkelschmerzen geplagt 6:7 (4:7), 3:6. Die Hoffnungen auf den dritten Halbfinaleinzug nacheinander waren so gut wie dahin.

Tennis-Förderung: Nachwuchs braucht Geld

Porsche Team Deutschland

Das „Porsche Team Deutschland“ , zu dem auch Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber gehört, ist die Nationalmannschaft Deutschlands.

Quelle: Diana Fröhlich

Sponsor

Seit 2012 unterstützt der Autobauer die Tennisspielerinnen, die 2014 im Finale des „Fed Cups“ standen, dem wichtigsten Nationenturnier.

Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit geht auf Bundestrainerin Barbara Rittner zurück, die einst einen Sponsor für den Nachwuchs suchte.

Hilfe

Mit der finanziellen Hilfe Porsches gelang es, junge Spielerinnen zu erfolgreichen Profis zu machen.

Kerber und Lisicki

Neben Angelique Kerber erreichte beispielsweise Sabine Lisicki 2013 das Finale von Wimbledon.

Kostenintensiver Sport

Gerade für den talentierten Nachwuchs ist es schwer, vom kostenintensiven Tennis leben zu können. Und das, obwohl bei den Major-Turnieren Millionen US-Dollar ausgeschüttet werden.

Gewinn

Denn erst wer unter die Top 100 der Weltrangliste kommt und an den wichtigen Turnieren überhaupt teilnehmen darf, kann durch die Förderung abzüglich der Trainer- und Reisekosten mit Gewinn rechnen.

Zur großen Freude der 4200 Zuschauern in der ausverkauften Leipziger Messehalle sprang Annika Beck in die Bresche. Die 21-Jährige war für die schwache Petkovic zum Einsatz gekommen und gewann prompt ihr erstes Fed-Cup-Einzel gegen die Weltranglisten-15. Bacsinszky (7:5, 6:4). Laola schwappte über die Tribünen. „Das war der Wahnsinn. Die Stimmung hat mich ins Ziel getragen“, sagte Beck beeindruckt.

Die Spannung erreichte ihren Höhepunkt vor dem Doppel, in das Petkovic und Grönefeld allerdings als krasse Außenseiter gingen. Auf der anderen Seite des Netzes standen immerhin die Weltranglistenerste Martina Hingis und die hochveranlagte Bencic, gegen die Petkovic bereits zum Auftakt am Samstag im Einzel verloren hatte. Nach einem gelungenen Start nahm die Partie ihren erwartbaren Verlauf, das deutsche Duo unterlag 3:6, 2:6 und wartet nun auf den Gegner für die Relegation.

Fed Cup: Grand-Slam-Siegerin Kerber gleicht aus

Fed Cup

Grand-Slam-Siegerin Kerber gleicht aus

Auf den Auftritt von Angelique Kerber hatten alle gespannt gewartet. Wenige Tage nach ihrer Rückkehr aus Melbourne präsentierte sie sich im Fed Cup dem deutschen Publikum – und sorgte für großen Jubel.

Am Dienstag wird ausgelost, auf die Auswahl von Bundestrainerin Barbara Rittner wartet voraussichtlich die nächste schwierige Aufgabe. Angelique Kerber wird auf der heimischen Couch erfahren, gegen wen und wo sie am 16. und 17. April antreten muss, die 28 Jahre alte Kielerin will in der kommenden Woche „nur die Füße hochlegen“, auch Teamchefin Rittner empfahl ihrer Nummer eins, "eine längere Pause" einzulegen.

Enttäuschend verlief das Fed-Cup-Wochenende für den Deutschen Tennis-Bund (DTB) in einer weiteren Hinsicht: Sieben Tage nach Kerbers Erfolg Down Under sahen am Samstag nur 440.000 Zuschauer ihr Match, dabei hatte Medienpartner Sat.1 die Partie ins Hauptprogramm gehoben. Am Sonntag schob der Sender die Entscheidung dann wieder ins Spartenprogramm zu Sat.1 Gold. Von einem Tennis-Boom war plötzlich keine Rede mehr.

Von

sid

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