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06.01.2010

21:51 Uhr

Funsport International

Eisartisten starten in München in die Rbic-WM

In München startet am 16. Januar die Red Bull Ice Crashed (Rbci) WM 2010. Beim wilden Ritt auf blankem Eis messen sich Kufen-Artisten verschiedenster sportlicher Herkunft.

Die Red Bull Crashed Ice WM 2010 startet in München. Foto: AFP SID

Die Red Bull Crashed Ice WM 2010 startet in München. Foto: AFP

386 Meter blankes Eis warten auf die 100 Teilnehmer der Red Bull Ice Crashed (Rbci) WM 2010 beim Rennen am 16. Januar im Olympiapark München. Mit dabei aus deutscher Sicht: Ex-Eishockey-Nationaltorhüter Alexander Jung (Füssen), Eishockey-Profi Markus Jocher vom EHC München (Garmisch-Partenkirchen), Inline-Downhill-Profi Philipp Auerswald (Geising), der zweimalige Rbci-Teilnehmer Martin Niefnecker (Garmisch-Partenkirchen), die ehemaligen DEL-Akteure Markus Pöttinger (München) und Florian Jung (Füssen) sowie mit dem siebenmaligen Red Bull Crashed Ice Champion Jasper Felder (Schweden) und Mika Jouhkamainen (Finnland) auch die internationale Creme de la Creme. Und sie alle wollen nur eins: den Sieg! Der WM-Auftakt in München findet von 18 bis 20 Uhr statt, der Eintritt ist frei.

"Wer fester auf den Kufen steht, gewinnt. So einfach ist das", bringt Münchens Eishockey-Publikumsliebling Markus Jocher die Jagd auf dem Eis auf den Punkt. 30 000 Zuschauer werden an der Eisbahn erwartet, die sich vom Olympiastadion über den Coubertinplatz bis ins Theatron unterhalb der Olympia-Schwimmhalle erstreckt und auf der die Teilnehmer Geschwindigkeiten bis zu 55 Stundenkilometer erreichen. "Bei dieser Mischung aus Eishockey, Boardercross und Ski-Downhill sind Athleten mit Background in diesen Sportarten natürlich gut gerüstet", erklärt der österreichische Kurs-Designer Jojo Pölzl.

Ewiges Duell zwischen Felder und Jouhkamainen

Im ewigen Duell zwischen Felder und Jouhkamainen wollen auch die anderen - allen voran die deutschen Athleten - kräftig mitmischen. "Ich habe mich intensiv mit mentalem Training beschäftigt, Näheres wird aber nicht verraten", erklärt Philipp Auerswald, der seit Jahren Ski- und Boardercross- sowie Inline-Downhill-Wettkämpfe bestreitet, Eishockey spielt und Motorrad fährt. "Der Feind hört bekanntlich immer mit." Kein Blatt vor den Mund nimmt Deutschlands bisher bester Ice Cross Downhiller Martin Niefnecker: "Ich will Jasper Felder in den Hintern treten. Ich habe Großes vor."

Der packende Kampf auf der Eisbahn hat zuletzt auch die Ex-DEL-Profis Alexander und Florian Jung sowie Markus Pöttinger infiziert, die alle zum ersten Mal mit von der Partie sind. "Als Markus und ich das erste Mal vom Event gehört haben, habe ich mir auf youtube gleich die Videos angeschaut und war sofort begeistert", erinnert sich Alexander Jung. "So ein irrer Event mit so vielen Zuschauern in München, wo ich schon gespielt und gelebt habe, ist für mich etwas ganz Besonderes. Und es fiel mir nicht schwer, auch meinen Bruder Flo mit ins Boot zu holen."

Bis zu 90 000 Zuschauer (Quebec 2009) waren bisher bei Red Bull Crashed Ice-Events direkt hinter den Banden mit dabei. Der neu kreierte Sport, der erstmals im Jahr 2000 in Stockholm ausgetragen wurde und nun auch in Deutschland seine Premiere feiert, erwies sich wegen seiner rasanten Action, der spektakulären Inszenierung und dem Boardercross-Stil auf Kursen in Moskau, Prag, Lausanne oder Quebec rasch als Publikumsmagnet.

Wurden die Rennen in den vergangenen Jahren noch als Einzel-Wettbewerbe organisiert, so wird 2010 erstmalig der Weltmeister-Titel vergeben. Und den will sich Jasper Felder, Nationalspieler im Bandy - der skandinavischen Version von Eishockey - und ausgebildeter Tänzer, unter den Nagel reißen. "Ice Cross Downhill ist mein ultimativer Sport. Klar, dass ich auch der erste Weltmeister sein möchte!" Um keiner der Wintersport- und Eishockeynationen in Europa und Amerika einen Heimvorteil zu gewähren, findet die Weltmeisterschaftspremiere auf beiden Kontinenten statt - das Auftaktrennen in München und das Finale im kanadischen Quebec am 20. März.

© SID

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