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20.01.2010

13:30 Uhr

Funsport Skaten

Blick von Niefnecker geht jetzt nach Quebec

Nach dem Sieg beim Crashed-Ice-Wettbewerb im Münchner Olympiapark hat Martin Niefnecker aus Garmisch-Partenkirchen jetzt den WM-Titel in Quebec ins Auge gefasst.

Martin Niefnecker feierte in München einen Sieg bei der Crashed-Ice-WM. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Martin Niefnecker feierte in München einen Sieg bei der Crashed-Ice-WM. Foto: Bongarts/Getty Images

Der 19 Jahre alte Martin Niefnecker aus Garmisch-Partenkirchen wird nach seinem Sieg beim Stopp der Red Bull Ice Crashed WM 2010 im Olympiapark München als ein heißer Kandidat auf den ersten WM-Titel in dieser neuen Sportart gehandelt. Die Weltmeisterschaft wird am 20. März in Quebec ausgetragen. "Ob der Parcours in Quebec mir liegen wird, kann ich jetzt noch nicht sagen", erklärte Niefnecker im Interview.

Frage: "Herr Niefnecker, haben Sie das Rennen und den Sieg schon verdaut?"

Niefnecker: "So langsam schon. Es war schon Wahnsinn, dass ich das Rennen in München gewonnen habe."

Frage: "Was haben Sie von der Atmosphäre denn überhaupt mitbekommen?"

Niefnecker: "Wenn man oben am Start steht, blickt man nur auf die Massen von Zuschauern und hört, wie Tausende von Leuten an die Bande klopfen und einen ungeheuren Radau machen."

Frage: "Sie kommen selbst vom Eishockey, sind auch noch aktiv. Was macht das Red Bull Crashed Ice für Sie so interessant?"

Niefnecker: "Es ist einfach etwas komplett anderes. Beim Eishockey stehst Du als Mannschaft auf dem Eis, beim Crashed Ice bist Du auf Dich allein gestellt."

Frage: "Ist es ein Vorteil, wenn man vom Eishockey kommt?"

Niefnecker: "Natürlich, da man dadurch ohnehin gut auf Kufen ist und auch über die notwendige Geschicklichkeit verfügt. Mir kommt aber auch noch zu Gute, dass ich von klein auf Ski gefahren bin. Ich hätte sogar fast einmal bei einem Rennen im Ski-Bordercross mitgemacht."

Frage: "Wie sind Sie zum Crashed Ice gekommen?"

Niefnecker: "Ein Bekannter hat mich auf das Qualifying für das Rennen in Prag hingewiesen. Das habe ich dann auch prompt gewonnen. In Prag bin ich schließlich 17. und damit bester Deutscher geworden."

Frage: "Und nur ein Jahr später triumphieren Sie als 19-Jähriger in München..."

Niefnecker: "Ich hatte auch ein wenig Glück, weil einige Favoriten vorzeitig ausgeschieden sind. Für mich ist Crashed Ice aber immer noch ein Spaß neben dem Eishockey, bei dem man ein wenig das Hirn ausschalten muss. Crashed Ice ist nicht ganz ungefährlich, aber vielleicht ist das ja gerade der Kick."

Frage: "Und am 20. März holen Sie sich in Quebec dem WM-Titel?"

Niefnecker: "Mal schauen, was in Quebec noch geht. Natürlich ist der WM-Titel jetzt zum Greifen nah. Aber die Strecken sind immer unterschiedlich. Und ob der Parcours in Quebec mir liegen wird, kann ich jetzt noch nicht sagen."

Frage: "Wo sehen Sie Crashed Ice in einigen Jahren?"

Niefnecker: "Ich hoffe, dass es im kommenden Jahr mehr Stationen in der WM-Serie geben wird. Die Sportart geht bestimmt ihren Weg und wird von Jahr zu Jahr an Popularität gewinnen. Dessen bin ich mir sicher."



© SID

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