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16.01.2010

09:21 Uhr

Funsport Skaten

Funsport-Feuerwerk bei der Ice-Cross-WM in München

Adrenalingeladenes Hochgeschwindigkeits-Eislaufen erwartet die Zuschauer bei der ersten Ice-Cross-WM in München. Beim Red Bull Crashed Ice heißt es Augen zu und durch.

Schon in Lausanne ging es hoch her. Foto: Sportpresseportal SID

Schon in Lausanne ging es hoch her. Foto: Sportpresseportal

Wenn sich die rund 100 Teilnehmer der Red Bull Crashed Ice (Rbci) WM 2010 beim Rennen heute im Olympiapark München die 386 Meter lange Eisbahn mit Geschwindigkeiten von bis zu 55 Stundenkilometern hinunterstürzen, heißt es vor allem: Augen zu und durch!

Ein Parcours mit fünf bis siebeneinhalb Metern Breite sowie jeder Menge Wellen, Kurven und Sprünge haben die Track-Designer für die erste Ice Cross Downhill-Weltmeisterschaft aller Zeiten vorgesehen. Für den WM-Auftakt der neu kreierten Sportart, die nun auch in Deutschland ihre Premiere feiert, werden 30 000 Zuschauer an der Strecke erwartet.

Vier Athleten auf Schlittschuhen und in voller Eishockey-Montur werden sich ähnlich wie beim Ski-Bordercross gleichzeitig und ohne "Rücksicht auf Verluste" in Richtung Ziel kämpfen. Ein guter Start und eine souveräne Landung nach den Sprüngen sind der Schlüssel zum Erfolg bei der Deutschlandpremiere des Ice Cross Downhill-Rennens, das es bereits seit dem Jahr 2000 gibt. "Wer fester auf den Kufen steht, gewinnt", erklärt Eishockey-Profi Markus Jocher vom EHC München. Er ist zusammen mit Alexander Jung, Ex-Eishockey-Nationaltorwart, der prominenteste deutsche Name im Starterfeld.

Funsport an altehrwürdiger Stätte

Der Track beim Red Bull Crashed Ice 2010 in München führt von einem 15 Meter hohen Gerüstturm nahe der Osttribüne des ehrwürdigen Münchner Olympiastadions über den Coubertinplatz und Olympiasee bis ins Theatron. 35 Meter Höhenunterschied und Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 55 Stundenkilometern sind die Eckdaten des Parcours - eine Eishockey-Vollmontur ist Pflicht.

Kurz nach dem Start skaten die Athleten eine 30 Grad steile Rampe hinunter, gefolgt vom ersten Sprung und einer scharfen Steilkurve, in der einiges an Gerangel um die Führung abzusehen ist. "Der Start und die Sprünge sind die Schlüsselstellen", erklärt Kurskonstrukteur Jojo Pölzl (AUT), der bereits seit Jahren den Parcours in Europa für das Red Bull Crashed Ice baut. "Wer gut wegkommt, ist im Vorteil. Wer sicher landet, kann seine Geschwindigkeit und Balance halten. Doch die kurzen Kufen der Skates erschweren das. Da kommt man schnell einmal in Vor- oder Rücklage."

Stürze sind an der Tagesordnung

Besonders interessant wird es im Mittelteil der Strecke: Dort rasen die Athleten auf den spektakulären "Straight Jump" (Rampe) zu, anschließend verbreitert sich der Parcours und gibt Platz für rasante Überholmanöver: "Hier erwarten wir einige Positionskämpfe und eventuell auch Stürze. Aber selbst ein Sturz muss nicht das Aus bedeuten, wenn die Athleten schnell wieder auf die Beine kommen."

Direkt danach mündet der breite Teil in eine 180-Grad-Kurve, wie es sie noch nie bei einem Red Bull Crashed Ice Wettbewerb gegeben hat. Nach einer Schleife geht es dann turbulent weiter bis zu den großen "Rollern" (Wellen). "Bei den Rollern werden einige Probleme bekommen, denn wer da mit viel Speed anrauscht, der kann schon mal die Bodenhaftung verlieren", so Pölzl. Der Kurs mündet in eine Brücke, die in S-Form über dem Olympiasee thront und sich dann verbreitert, was den Athleten wieder Raum zum Attackieren gibt. Eine scharfe Linkskurve führt zum Zielsprung, es folgt die Einfahrt ins Theatron des Olympiaparks München.

© SID

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