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13.01.2006

15:22 Uhr

Fußball WM

Danckert lehnt Entschuldigung ab

Im Streit um die Sicherheit der WM-Stadien bleibt Peter Danckert stur. Der Sportausschuss-Vorsitzende, der mit einer umstrittenen Aussage für Ärger gesorgt hatte, sieht keinen Grund, sich zu entschuldigen.

In der Debatte um die Sicherheit der WM-Stadien ist weiterhin kein Ende abzusehen. Der Sportausschuss-Vorsitzende Peter Danckert sieht im Streit um seine Äußerung im Zuge der von Stiftung Warentest angemahnten Sicherheitsmängel der Stadien keinen Grund für eine Entschuldigung. "Wenn ich etwas nicht gesagt habe, muss ich mich dafür auch nicht entschuldigen", sagte der Bundestagsabgeordnete am Freitag.

Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski hatte zuvor in einem offenen Brief eine Entschuldigung des SPD-Abgeordneten verlangt: "Ich biete Ihnen an, die entsprechenden Unterlagen einzusehen und selbst zu prüfen. Anschließend erwarte ich eine angemessene Entschuldigung und Richtigstellung." Baranowski kritisierte vor allem, dass die Worte des Rechtsanwaltes ein nachlässiges Handeln oder sogar die Bestechlichkeit der Behörden implizieren würde.

Danckert bestreitet seine vermeintliche Aussage

Danckert wurde Anfang der Woche in der Märkischen Allgemeinen Zeitung mit den Worten zitiert: "Ich frage mich bei manchen WM-Stadien, ob die Bauprüfung ernsthaft durchgeführt wurde, oder ob die Behörden lediglich gut bewirtet wurden". Am Donnerstag stellte der 65-Jährige in einer Pressemitteilung klar, dass er den Satz so nicht gesagt hätte, ohne allerdings das Originalzitat zu nennen. Außerdem wies der Berliner den versteckten Vorwurf gegenüber den Baubehörden weit von sich.

Danckert kann sich dennoch vorstellen, auf die Einladung seines Parteigenossen einzugehen. "Eigentlich habe ich nicht vor, mir eines der zwölf WM-Stadien wegen dessen Sicherheitsmängel anzuschauen. Aber wenn der Gelsenkirchener Oberbürgermeister mich zu einem Spiel von Schalke 04 einlädt, bin ich gerne dazu bereit."

© SID

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