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06.07.2011

16:37 Uhr

Gastgeber 2018

Die Olympiastadt Pyeongchang im Porträt

Pyeongchang bewarb sich bereits zum dritten Mal für die Ausrichtung Olympischen Winterspiele. 2010 unterlagen die Südkoreaner Vancouver, für 2014 zog man gegen Sotschi den Kürzeren. Nun hat es endlich geklappt. Einer der tatkräftigsten Unterstützer ist der IOC-Topsponsor Samsung, dessen Chef Kun Hee Lee selbst IOC-Mitglied ist.

Logo der Olympia-Bewerbung von Pyeongchang. Quelle: dapd

Logo der Olympia-Bewerbung von Pyeongchang.

Pyeongchang

Motto

Pyeongchang will die Olympiade unter dem Motto "Neue Horizonte" veranstalten.

Einwohnerzahl

51 Millionen Menschen leben in Südkorea. 1,5 Millionen in der Provinz Gangwon. Davon wohnen 45.000 in Pyeongchang und 230.000 in der Partnerstadt Gangneung.

Etats

Insgesamt sind 1,53 Milliarden Dollar für die Organisation eingeplant, wovon die IOC 513 Millionen Dollar garantiert hat. 6,3 Milliarden Dollar sollen noch in die Infrastruktur investiert werden.

Konzept

Alpine und Kufenwettbewerbe sollen direkt in Pyeongchang stattfinden. Eiswettbewerbe in Gangneung. Die Reisezeit zwischen den Städten dauert 20 Minuten.

Wettkampfstätte

Fünf Wettkampfstätten bestehen bereits, zwei müssen noch verbessert werden. Zwei neue sind in jedem Fall geplant. Und für den Fall eines Wahlsiegs sollen drei neue und eine temporäre Kampfstätte entstehen.

Olympische Dörfer

Im Falle des Wahlsiegs soll es zwei Olympische Dörfer geben. Eines in Pyeongchang und eines in Gangneung. 80 Prozent der Sportler erreichen ihre Wettkampfstätte in weniger als zehn Minuten, 20 Prozent in weniger als 30.

Transport

Das Straßensystem müsste noch stark ausgebaut werden. Außerdem soll eine Hochgeschwindigkeitsstrecke ausgehend vom Flughafen in Seoul gebaut werden. Für die Bahn bedeuteten das Investitionen von 3,4 Milliarden Dollar. In die Straßen müssten noch einmal 697 Millionen investiert werden. Die Entfernung von Seoul nach Pyeongchang beträgt 240 Kilometer.

Eintrittskarten

Insgesamt wird mit 1,6 Millionen verkauften Tickets (81 Prozent) geplant. Die Preise zur Eröffnung lägen bei 300 bis 1000 Dollar. Bei den normalen Wettbewerben zwischen 30 und 150 Dollar. Für die Prime-Wettbewerbe sollen die Zuschauer 100 bis 300 Dollar zahlen.

Zustimmung

92 Prozent der Bewohner Pyeongchangs wollen, dass die Spiele in ihrer Stadt ausgetragen werden. Aus der Provinz Gangwon und auch national sind es 87 Prozent.

Bewertung

Das Konzept ist sehr kompakt.

Besondere Stärken

In Asien könnte ein Vermächtnis für den Wintersport in Südkorea und Asien geschaffen werden - und das bei höchsten Zustimmungsraten in der Bevölkerung. Bei zwei vorangegangenen erfolglosen Bewerbungen sind bereits hohe Milliarden-Investitionen in die Infrastruktur geflossen. Die Unterstützung durch Investoren ist groß.

Schwächen

Es gibt eine Sicherheitsproblematik durch die Nähe zur Kriegsgrenze zum verfeindeten Nordkorea. Außerdem sollen 94 Hektar Wald gefällt werden.

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