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11.03.2014

10:56 Uhr

Gold in Sotschi

Schaffelhuber könnte Titel-Triple perfekt machen

Während Anja Wicker die erste Gold-Medaille für Deutschland im Biathlon holt, hat Teamkollegin Anna Schaffelhuber in der Super-Kombination die Chance auf ihren dritten paralympischen Titel innerhalb von wenigen Tagen.

Kurz vorm dritten Gold? Anna Schaffelhuber feiert hier ihren zweiten Titel im Super G (sitzend). dpa

Kurz vorm dritten Gold? Anna Schaffelhuber feiert hier ihren zweiten Titel im Super G (sitzend).

Krasnaja Poljana/Sotschi Im Nebel von Krasnaja Poljana hat Anja Wicker bei den Paralympics für eine riesige Überraschung gesorgt. Die Debütantin gewann am Dienstag völlig unerwartet Gold im Biathlon. Trotz teils schwieriger Sichtverhältnisse blieb die 22-jährige Stuttgarterin im Rennen mit dem Ski-Schlitten über 10 Kilometer als einzige ohne Fehler bei vier Schießeinlagen und fuhr nach 32:54,4 Minuten ins Ziel. „Ich habe nicht einmal eine Medaille erwartet. Und nun ist es Gold“, sagte sie.

Mit ihrem Erfolg sicherte die Sportmanagement-Studentin dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) die vierte Goldmedaille. Zweite wurde Swetlana Konowalowa aus Russland vor der Ukrainerin Ljudmila Pawlenko. „Ich muss erstmal begreifen, was passiert ist. Ich habe auf die Anzeigetafel gesehen und konnte nicht glauben, dass mein Name ganz oben stand“, gab die Sportlerin zu, die von Geburt an durch eine Fehlbildung des unteren Rumpfes und dabei insbesondere der Wirbelsäule behindert ist.

Andrea Eskau, die zwei Tage nach ihrem Asthmaanfall an den Start ging, gab nach vier Fehlern beim dritten Schießen auf. „Ich hätte weiter laufen können, aber es macht keinen Sinn mehr“, erklärte sie ihren Ausstieg. Nach insgesamt fünf Schießfehlern sah die 42-jährige querschnittgelähmte Athletin vom USC Magdeburg keine Chance mehr auf eine Medaille.

In der Männer-Konkurrenz über 12,5 Kilometer kam Martin Fleig aus Gundelfingen nach einem Schießfehler auf den neunten Rang. Sieger wurde der Russe Roman Petuschkow, der beim dritten Start sein drittes Gold gewann.

Die Chance auf das paralympische Gold-Triple hat derweil eine andere Deutsche: Nach zwei Goldmedaillen in ihren ersten beiden Wettbewerben von Sotschi gehört Anna Schaffelhuber auch in der Super-Kombination zu den Topfavoriten.

Die 21-Jährige gilt nach ihren Triumphen in der Abfahrt und im Super-G als Medaillenkandidatin für das deutsche Team an den Start. Doch sie wird sich noch etwas gedulden müssen Denn dichter Nebel hat den Zeitplan der Alpin-Wettbewerbe durcheinander gebracht. Am Dienstag wurde in der Super-Kombination die erste Teildisziplin Super-G angesagt. Zuvor waren die Rennen bereits zweimal verlegt worden. Der für den Nachmittag angesetzte Slalom sollte wie geplant stattfinden. Bereits am Vortag war wegen der widrigen Witterungsbedingungen der Start um eine halbe Stunde nach hinten verlegt worden.

Damit werden die Medaillen frühestens an diesem Mittwoch vergeben, an dem ursprünglich keine alpinen Rennen vorgesehen waren. In der Super-Kombination aus Super-G und Slalom sind insgesamt fünf deutsche Athleten am Start.

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