Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.01.2010

11:08 Uhr

Golf International

Woods will Haitis Kindern Hilfe zukommen lassen

Tiger Woods hat umfassende Hilfe für die Kinder, die auf Haiti vom Erdbeben betroffen sind, angekündigt. Auch andere Sportler wie Roger Federer zeigen sich großzügig.

Tiger Woods ist bestürzt über die Katastrophe auf Haiti. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Tiger Woods ist bestürzt über die Katastrophe auf Haiti. Foto: Bongarts/Getty Images

Das verheerende Erdbeben auf der Karibikinsel Haiti mit möglicherweise bis zu 200 000 Toten hat im Sport eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Die vier US-Profiligen stellten in einer Solidaraktion spontan zusammen rund 3,5 Mill. Dollar zur Verfügung, Tennisstar Roger Federer organisierte am Tag vor Beginn der Australian Open in Melbourne ein Benefizturnier, das rund 200 000 Dollar Erlös einbrachte, und selbst der von einer schweren privaten Krise geplagte Golf-Superstar Tiger Woods zeigt wieder sein Herz für Kinder.

Der Weltranglistenerste will mit seiner Stiftung (Tiger Woods Foundation) den Kindern Haitis helfen. Derzeit werde geprüft, wie man gezielt Kinderhilfsdienste unterstützen könne. Die Tiger Woods Foundation hatte bereits in der Vergangenheit von Naturkatastrophen betroffenen Kindern geholfen. So etwa nach dem verheerenden Tsunami im Dezember 2004 im Indischen Ozean und beim Hurrikan Katrina im August 2005 im Südosten der USA.

Als am vergangenen Dienstag die schockierenden Bilder der Verwüstung auf Haiti um die Welt gingen, setzte weltweit eine große Spendenbereitschaft ein, vor allem in den nicht weit entfernten USA. Nach den Profiligen in Baseball und Eishockey spendeten am Wochenende auch Basketballer und Footballspieler. Insgesamt gehen 3, fünf Mill. Dollar an das Kinderhilfswerk Unicef. Der in Haiti geborene Center Samuel Dalembert von der Philadelphia 76ers rief zudem die Zuschauer in einer Videobotschaft auf, den Menschen in Haiti zu helfen. Er selbst überwies allein 100 000 Dollar.

Auch die Nascar-Serie setzt sich für die Opfer ein. Sie stellt ein Flugzeug samt Besatzung für Hilfstransporte in das Katastrophengebiet zur Verfügung. Bereits am Samstag sollten beim ersten Flug medizinisches Gerät und 30 Hilfskräfte nach Haiti gebracht werden.

Federer organisiert Spendenaktion in Melbourne

In Melbourne rief Roger Federer am Samstag die Stars per SMS zusammen. 24 Stunden später stand er mit anderen Topstars in der Rod Laver Arena auf dem Platz und spielte ein Showmatch vor 15 000 Zuschauern zugunsten der Erdbebenopfer. "Ich habe Verbindungen", sagte Federer, "und ich dachte mir, wir müssten irgend etwas für die Menschen auf Haiti tun."

Rafael Nadal, Novak Djokovic, Andy Roddick, Kim Clijsters und Serena Williams, Lleyton Hewitt und Samantha Stosur nahmen an dem Charitymatch teil. Alle trugen auf dem Court Mikrofone, sie kommentierten ihre Schläge und unterhielten die Fans mit Witzen und bissigen Kommentaren.

"Ich weiß, dass so eine Aktion unmittelbar vor dem ersten Grand Slam des Jahres für einige konzentrationstechnisch nicht einfach ist", sagte Federer, "aber ich denke, dies ist etwas, was wir als Tennisfamilie tun können." Die bestens unterhaltenen Zuschauer zahlten zehn australische Dollar (6,50 Euro) Eintritt. Maria Scharapowa legte aus der eigenen Schatulle 10 000 Dollar dazu.

Der italienische Fußball-Verband Figc spendete 100 000 Dollar, mehrere Klubs planen zudem separate Geldsammlungen. Der Kapitän von AS Rom, Francesco Totti, hat als Botschafter des Kinderhilfswerks Unicef mit einer Videobotschaft an alle Italiener appelliert, für die Opfer der Naturkatastrophe zu spenden. "Wir müssen alle einen Beitrag für die Kinder leisten, die allein geblieben sind, die kein Haus und keine Schule mehr haben, in die sie zurückkehren können", sagte der 33 Jahre alte Stürmer.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×