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09.04.2006

17:35 Uhr

Golf PGA

Mickelson nimmt Campbell Führung ab

Beim 70. US Masters in Augusta ist Golf-Profi Phil Mickelson seinem zweiten Triumph ein großes Stück näher gekommen. Der US-Amerikaner übernahm vor der Schlussrunde die Führung von seinem Landsmann Chad Campbell.

Phil Mickelson scheint die Regenpause beim 70. US Masters in Augusta am besten verdaut zu haben. Nach der Fortsetzung der am Samstag wegen Regens vorzeitig abgebrochenen dritten Runde kämpfte sich der Publikumsliebling nach vorne und führte das Ranking am Ende mit 212 Schlägen an. Nur einen Schlag dahinter folgten seine US-Landsleute Chad Campbell und Fred Couples auf Rang zwei.

Aber weitere Favoriten liegen vor der direkt im Anschluss daran gestarteten Schlussrunde am Sonntag noch in Lauerstellung. Titelverteidiger Tiger Woods (USA) und Vijay Singh von den Fidschis benötigten jeweils 214 Schläge und rangieren damit auf dem vierten Platz gemeinsam mit dem Südafrikaner Tim Clark, der an den letzten beiden Löchern drei Schläge einbüßte und seine Führung abgeben musste. Dieses Missgeschick unterlief auch Rocco Mediate (USA), der an der 18 einen Doppel-Bogey spielte und von Rang eins auf vier zurückfiel. Clarks Landsleute Retief Goosen (215) und Ernie Els (216) auf den Plätzen neun und zwölf haben ebenfalls noch Siegchancen.

Deutschlands Ausnahmegolfer Bernhard Langer konnte derweil an der Stätte seiner größten Triumphe (1985 und 1993) nur noch in Erinnerungen schwelgen. Der Anhausener verpasste als 69. mit 153 Schlägen (79+74) zum dritten Mal in seiner Masters-Karriere nach dem Debüt 1982 und 2003 den Cut.

Campbell büßt Führung ein

Der US-Amerikaner Chad Campbell, der beim Abbruch der dritten Runde in Führung gelegen hatte, büßte mit einer 75 wertvollen Boden ein, hat aber mit 213 Schlägen noch alle Chancen auf seinen ersten Major-Triumph, der ihm von verschiedenen Golf-Publikationen schon zu Beginn des Millenniums vorhergesagt worden war. Der Texaner wurde dabei als das "Next Big Thing" gepriesen.

Dass der Durchbruch des 31 Jahre alten Campbells bis zu seiner vierten Masters-Teilnahme auf sich warten ließ, konnte der Hauptdarsteller verschmerzen: "In den ersten zwei Jahren war ich übernervös und scheiterte am Cut, letztes Jahr lief es mit Rang 17 besser. In dieser Woche gehe ich einfach nur raus und versuche Spass zu haben."

Titelverteidiger Tiger Woods dürfte das Wetter-Szenario in der "Kathedrale des Golf" bekannt vorgekommen sein. Im Vorjahr komplettierte der Weltranglistenerste die dritte Runde aufgrund von Regenunterbrechungen ebenfalls am Sonntag und holte dort gegen seinen Landsmann Chris Dimarco noch einen Rückstand von vier Schlägen auf. "Ich fühle mich gut. Bei diesen Bedingungen sind auf den Grüns einige Birdies möglich", sagte der Tiger.

© SID

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