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20.01.2005

09:12 Uhr

Haas hat in der Hitze "total abgebaut"

Aus für Haas bei Australian Open

Die deutschen Daviscup-Spieler Thomas Haas und Rainer Schüttler sind am Mittwoch in der zweiten Runde der Australian Open ausgeschieden. Schüttler war sehr gut gestartet, konnte aber nicht bis zum Schluss punkten.

aho MELBOURNE. Der eine klagte über "Beine wie Gummibänder", der andere über ein Erlebnis, das "mit Sicherheit mehr war als ein Albtraum". Die Konsequenz war identisch: Die deutschen Daviscup-Spieler Thomas Haas und Rainer Schüttler schieden am Mittwoch in der zweiten Runde der Australian Open aus. Haas schien schon auf dem Weg zum nächsten Match, als ihm sein Körper den Dienst versagte und er gegen den Slowaken Karol Beck noch 7:5, 6:2, 2:6, 6:7 (5:7), 3:6 verlor. Schüttler unterlag in der Neuauflage des Finales von vor zwei Jahren dem 34-jährigen Amerikaner Andre Agassi 3:6, 1:6, 0:6, schaffte es damit, noch ein Spiel weniger zu gewinnen als 2002 und gestand: "Ich war schon relativ hilflos." Dabei war er hervorragend gestartet, konnte aber keine seiner fünf Breakchancen gegen den viermaligen Melbourne-Sieger nutzen und gewann im dritten Satz gar nur noch sechs Punkte.

Haas, Halbfinalist von 2002, schien Beck wie beim Daviscupmatch in Bratislava jederzeit im Griff zu haben, dann habe sein Körper bei Temperaturen von weit über 30 Grad "total abgebaut". Er habe sich gefühlt, als ob er gegen eine Wand gelaufen sei. "Mein Körper hat einfach aufgehört, so zu arbeiten, wie ich wollte."

Haas vermutete, dass seine von einer Leistenverletzung erzwungene Trainingspause ihn ein weiteres Verbleiben im Turnier gekostet hatte. Nach dem mehr als dreieinhalb Stunden langen Match musste er an den Tropf, ein passenderes Symbol für das Abschneiden der deutschen Herren in Melbourne hätte sich kaum finden können, das Kollege Schüttler äußerst höflich beschrieb: "Es hätte besser sein können." Auch Björn Phau verlor, 5:7, 2:6, 1:6 gegen den Kroaten Mario Ancic. Als einziger deutscher Mann war Philipp Kohlschreiber am Mittwoch noch im Turnier. Er kämpft heute gegen Doppel-Olympiasieger Nicolas Massu (Chile) ums Weiterkommen.

Nur eine eine Deutsche hat die dritte Runde erreicht: Anna-Lena Grönefeld stieß mit 6:2, 7:6 (7:2) über Vorjahres-Halbfinalistin Fabiola Zuluaga (Kolumbien) erstmals in die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers vor. In der Runde der letzten 32 trifft die 19-Jährige, die seit zwei Jahren in Phoenix (Arizona) trainiert auf die Russin Vera Duschewina. In der vergangenen Woche hatte die Deutsche ihre frühere Juniorenkollegin in Canberra besiegt. "Mir geht?s gut", fasste Grönefeld ihren bisher größten Erfolg kurz zusammen - eine für einen deutschen Tennisprofi derzeit sehr ungewöhnliche Äußerung.

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