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26.01.2010

19:49 Uhr

Handball EM

Handballer gegen Spanien auf verlorenem Posten

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat auch ihr zweites Hauptrundenspiel bei der EM verloren. Gegen Spanien enttäuschte das Team von Heiner Brand beim 20:25 auf ganzer Linie.

Kaum ein Durchkommen gegen die spanische Abwehr: Michael Haaß. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Kaum ein Durchkommen gegen die spanische Abwehr: Michael Haaß. Foto: Bongarts/Getty Images

Die deutschen Handballer haben nach ihrer schwächsten Turnierleistung bei der EM in Österreich auch das neu gesteckte Ziel Platz fünf verpasst. Beim 20:25 (9:14) gegen den Olympia-Dritten Spanien kassierte die DHB-Auswahl in Innsbruck ihre insgesamt dritte Niederlage und bleibt Schlusslicht der Gruppe 2. Mit 1:7 Punkten ist für die deutsche Mannschaft somit auch das Platzierungsspiel am Samstag in Wien außer Reichweite. Die Spanier wahrten durch den Erfolg dagegen ihre Chance auf den Halbfinaleinzug.

Die Spanier wahrten durch den Erfolg dagegen ihre Chance auf den Einzug ins Halbfinale, für das die Polen nach dem 35:34 (18:19)-Sieg gegen Tschechien, am Donnerstag (16.30 Uhr/live im ZDF) letzter deutscher Gegner, als erste Mannschaft vorzeitig qualifiziert sind. Die Iberer kämpfen im Fernduell mit Frankreich, das Slowenien 37:28 besiegte, um das zweite Ticket.

Gegen den Weltmeister von 2005 war das Team von Bundestrainer Heiner Brand über weite Strecken chancenlos. Vor allem im Angriff bot die deutsche Mannschaft eine enttäuschende Leistung. Bei einer insgesamt indiskutablen Torausbeute war Uwe Gensheimer mit fünf Toren noch der beste Werfer.

"Der Körper hat bei einigen nicht mehr mitgespielt. Wenn man nicht voll bei Kräften ist, treten Mängel noch verstärkt auf. Bei einigen fehlte der letzte Kick, weil sie einfach müde waren", sagte Heiner Brand und schob nach: "Die wollten schon. Die Bereitschaft zu gewinnen war auch heute da."

Fehler vorne wie hinten

Nach dem Aufwärtstrend der Partien gegen Rekord-Europameister Schweden (30:29) und Weltmeister Frankreich (22:24) häuften sich gegen Spanien wieder die Fehler. In der Abwehr kassierte die DHB-Auswahl gegen die ebenfalls nicht sicheren Iberer zu viele leichte Tore, im Angriff wurde der Ball zu häufig fahrlässig aus der Hand gegeben. Die Trefferquote lag in der ersten Spielhälfte gerade einmal bei 43 Prozent.

So dominierten die Südeuropäer die Partie von Beginn und erarbeiteten sich schnell einen komfortablen Vorsprung, ohne dabei zu glänzen. In den ersten 18 Minuten gelangen dem DHB-Team lediglich vier Treffer, sodass der Rückstand zu diesem Zeitpunkt bereits vier Tore betrug (4:8). Bis zur Halbzeit erhöhte sich die spanische Führung sogar auf fünf Tore.

Auch nach der Pause blieb zunächst Spanien am Drücker und kam schnell zur 17:10-Führung. Erst danach fing sich die Brand-Truppe ein wenig und hielt den Rückstand zumindest in Grenzen. Im Tor konnte sich dabei Schlussmann Silvio Heinevetter (Füchse Berlin) mehrfach auszeichnen, der im zweiten Durchgang für den etwas glücklosen Johannes Bitter (HSV Hamburg) kam.

In der Gruppe 1 haben noch drei Mannschaften die Chance, in die Vorschlussrunde einzuziehen. Beste Aussichten hat Vizeweltmeister Kroatien, der nach dem 26:23 (11:10) gegen EM-Gastgeber Österreich noch einen Punkt im abschließenden Spiel am Donnerstag gegen Titelverteidiger Dänemark benötigt. Die Dänen wahrten indes ihre Chancen durch ein 24:23 (11:15) gegen Norwegen. Dritter im Bunde ist Island, das Russland mit 38:30 (19:10) besiegte und durch einen Erfolg über Norwegen am Donnerstag das Halbfinal-Ticket lösen kann.

© SID

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