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24.01.2008

20:54 Uhr

Handball EM

Traum vom EM-Titel geht für Deutschland weiter

Bei der Handball-EM in Norwegen steht Deutschland im Halbfinale. Der Weltmeister setzte sich gegen Schweden im letzten und entscheidenden Hauptrundenspiel mit 31:29 (16:18) durch.

Die deutschen Handballer haben bei der Europameisterschaft in Norwegen das "Endspiel" um den Halbfinaleinzug gewonnen. Zum Abschluss der Hauptrunde besiegte der Weltmeister Rekord-Europameister Schweden in Trondheim mit 31:29 (16:18) und ist damit weiter im Titelrennen. Im Kampf um die Medaillen trifft die DHB-Auswahl in der Vorschlussrunde am Samstag (18.00 Uhr/live in der ARD) in Lillehammer auf den WM-Dritten Dänemark.

"Das war die beste Angriffsleistung von uns bei diesem Turnier. Es wäre bitter, wenn wir dieses Spiel verloren hätten", meinte Bundestrainer Heiner Brand, der aber auch einen Schock verkraften musste. Abwehrstratege Oliver Roggisch schied in der 38. Minute mit Verdacht auf Muskelfaserriss in der Wade aus und wird der Mannschaft in der entscheidenden Turnierphase fehlen.

Bitter als Matchwinner

Beste Werfer bei der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) waren Holger Glandorf und Pascal Hens mit jeweils sieben Toren. Zudem hielt Torhüter Johannes Bitter in der hektischen Schlussphase den 36. Sieg im 91. Vergleich mit den Schweden fest.

Im Gegensatz zur Niederlage im hart umkämpften Top-Duell mit Titelverteidiger Frankreich kam der deutsche Angriff vor 2 915 Zuschauern in Trondheim zunächst besser ins Spiel. Glandorf und Hens warfen aus dem Rückraum leichte Tore, am Kreis wurde Andrej Klimovets gut eingesetzt. Die Folge war eine 9:7-Führung in der 13. Minute.

Probleme mit dem schwedischen Angriff

In der Abwehr hatte die DHB-Auswahl mit dem variablen Spiel der jungen schwedischen Mannschaft, die an alte Glanzzeiten beim Weltmeister von 1999 anknüpfen will, allerdings einige Probleme. Oliver Roggisch und Co. ließen in einigen Situationen die notwendige Aggressivität vermissen, um den guten schwedischen Rückraum mit dem Kieler Kim Andersson und Martin Boquist in den Griff zu bekommen.

Brand, der auf der Spielmacherposition zunächst Routinier Markus Baur im Gegensatz zu Michael Kraus den Vorzug gab, forderte während einer Auszeit lautstark und eindringlich "mehr Bewegung" von der Deckung.

Viele leichte Ballverluste

Aber auch der Angriff leistete sich ab Mitte der ersten Halbzeit zu viele leichte Ballverluste, sodass die Skandinavier in einer zerfahrenen Begegnung bis zur 22. Minute auf zwei Tore davonzogen (11:13). Zudem hatten die Torhüter Bitter und WM-Held Henning Fritz zunächst nicht ihren besten Tag erwischt.

Die mit vier Bundesliga-Legionären angetretenen Schweden wirkten auch zu Beginn des zweiten Durchgangs entschlossener und hielten ihren knappen Vorsprung (21:19/37.) - Deutschland hatte derweil in Glandorf und Rechtsaußen Florian Kehrmann seine Aktivposten.

Roggisch fällt verletzt aus

Erschwerend hinzu kam beim deutschen Team der Schock über die Verletzung von Roggisch, der ab der 38. Minute auf der Bank Platz nahm. Davon unbeeindruckt kämpfte sich der Weltmeister aber zurück ins Spiel und ging durch Tore von Glandorf und Kehrmann nach langer Zeit wieder in Führung (24:22/42.). Die Abwehr agierte nun konzentrierter, der Angriff nutzte seine Chancen besser. Die Vorentscheidung fiel in der 56. Minute, als sich Deutschland erstmals auf drei Tore absetzte (30:27).

Die deutsche Mannschaft reist nun am Freitagmorgen um 8.30 Uhr mit dem Bus nach Lillehammer, wo am Samstag das Halbfinale ausgetragen wird.

© SID

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