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02.04.2006

15:33 Uhr

Handball Europapokal

TBV Lemgo macht Finaleinzug perfekt

TBV Lemgo hat trotz einer 25:26-Niederlage im Halbfinal-Rückspiel gegen den VfL Gummersbach das Finale im EHF-Pokal aufgrund eines besseren Torverhältnisses erreicht. Nationalspieler Kehrmann verletzte sich indes schwer.

Bundesligist TBV Lemgo steht im Finale des EHF-Pokals gegen den Liga-Konkurrenten Frisch Auf Göppingen. Im Halbfinal-Rückspiel verloren die Lemgoer zwar mit 25:26 (12:14) gegen den Liga-Konkurrenten VfL Gummersbach, profitierten aber vom 29:27-Hinspielsieg.

Allerdings war der Sieg der Lippländer teuer erkauft. Rechtsaußen Florian Kehrmann erlitt bei einem Zusammenprall mit dem Gummersbacher Frank von Behren einen Innenbandriss. Dies erklärte TBV-Manager Fynn Holpert in der Halbzeitpause im dritten Fernsehprogramm des Westdeutschen Rundfunks (WDR). Holpert fügte an: "Es besteht sogar der Verdacht auf einen Kreuzbandriss." Lemgo verlor auch Kapitän Markus Baur wegen einer Oberschenkelzerrung.

Emotionen pur erlebten die 5 000 Zuschauer in der ersten Halbzeit. Negativer Höhepunkt war eine im Handball selten erlebte Massenrangelei, nach deren Ende Filip Jicha (Lemgo) und Kyung-Shin Yoon (Gummersbach) die Rote Karte erhielten.

Lemgos Finalgegner Göppingen setzte sich unterdessen im Rückspiel mit einem maßgeschneiderten 23:19 (13:10) gegen den französischen Vertreter US Creteil durch und schaltete damit trotz der 26:30-Hinspielniederlage den letzten ausländischen Bundesliga-Rivalen in der Vorschlussrunde aus.

Flensburg und Nordhorn ausgeschieden

Der einzige deutsche Champions-League-Sieger bleibt nach dem Flensburger Halbfinal-Aus gegen den spanischen Spitzenklub Ciudad Real der SC Magdeburg (2002). Eine Woche nach dem 22:31 im Hinspiel unterlag die SG den Gästen auch im Rückspiel 27:29 (14:12). "Wir brauchen nicht zu hadern, wir sind an einer klar besseren Mannschaft gescheitert", sagte Coach Kent-Harry Andersson.

Nordhorn fehlte unterdessen nach dem 33:28 (16:15)-Erfolg gegen Schechowski Medwedi bei der 30:36-Niederlage in Russland nur ein Tor zum Einzug ins Finale. Dabei hatten die Hausherren nach 48 Minuten beim Stand von 28:22 den Rückstand aus dem Hinspiel aufgeholt und zehn Minuten vor der Schlusssirene sogar auf 29:22 erhöht gehabt.

© SID

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