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10.01.2009

22:09 Uhr

Handball Nationalmannschaft

Arbeitssieg für Handball-Weltmeister im Test

Gewonnen, aber nicht überzeugt. So lautet das Fazit nach dem 25:22-Sieg der deutschen Handball-Weltmeister im Testspiel gegen Argentinien.

Holger Glandorf erzielt sieben Treffer. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Holger Glandorf erzielt sieben Treffer. Foto: Bongarts/Getty Images

Die deutschen Handball-Weltmeister haben ihre Siegesserie ausgebaut, sind aber eine Woche vor dem Start der WM in Kroatien noch ein gutes Stück von ihrer Bestform entfernt. Im vorletzten Härtetest feierte das DHB-Team beim Vier-Länder-Turnier in Algeciras einen mühsamen 25:22 (15:11)-Erfolg gegen das international zweitklassige Argentinien und gewann damit auch das fünfte Länderspiel des Jahres 2009. Im Aufbauspiel und im Abschluss offenbarte die deutsche Auswahl allerdings noch einige Schwächen.

Am Sonntag (19.00 Uhr) folgt die Generalprobe gegen den Gastgeber und Ex-Weltmeister Spanien. Sieben Tage vor dem ersten WM-Auftritt gegen Russland hatte die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand gegen offensiv ausgerichtete Südamerikaner, die zudem äußerst ruppig agierten, große Probleme.

Passfehler und einige Missverständnisse prägten das deutsche Spiel. Nur Torhüter Carsten Lichtlein zeigte eine ganz starke Leistung, parierte vier Siebenmeter und hielt seine Mannschaft auf Siegkurs. Die Argentinier, die als beste WM-Platzierung einen 15. Platz vorzuweisen haben, hielten stark gegen das klar favorisierte deutsche Team mit.

Nach einer Roten Karte gegen Oliver Roggisch (32., dritte Zeitstrafe) musste die deutsche Abwehr umformiert werden und ließ Argentinien zu einigen leichten Treffern kommen. "Insgesamt stand unsere Abwehr gut. Unkonzentriertheiten haben einen höheren Erfolg verhindert", sagte Lichtlein. Beste deutsche Werfer waren Holger Glandorf (HSG Nordhorn/7 Tore) aus dem Rückraum und Rechtsaußen Christoph Sprenger (SC Magdeburg/6).

Auch am Samstagabend ließ Brand keinen Aufschluss über die Besetzung des WM-Kaders zu. Bis eine Stunde vor der technischen Sitzung des Weltverbandes IHF am 16. Januar in Zagreb muss Brand mindestens 15 und höchstens 16 Akteure gemeldet haben. Nach der Vor- und Hauptrunde können jeweils noch zwei Spieler ausgetauscht werden. Diese müssen allerdings dem schon vor zwei Monaten bekannt gegebenen 28-köpfigen WM-Kader des Deutschen Handball-Bundes (DHB) angehören.

Bei der WM trifft Deutschland neben Russland auf Tunesien, Algerien, Mazedonien und Polen.

© SID

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